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In TV-Show: Obama ätzt über Donald Trump

US-Wahlkampf In TV-Show: Obama ätzt über Donald Trump

Lange hat er gezögert, nun greift auch US-Präsident Barack Obama in den Wahlkampf ein. Bei einem TV-Auftritt in der Tonight Show rief Obama den unterlegenen demokratischen Kandidaten Bernie Sanders zum Rückzug auf. Zusätzlich ätzte der US-Präsident gegen Donald Trump.

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Auftritt bei US-Talker Jimmy Fallon: US-Präsident Barack Obama.

Quelle: dpa

New York. Obama legt Sanders Verzicht auf Kandidatur gegen Clinton nahe US-Präsident Barack Obama hat seine Partei zum Ende der Vorwahlsaison zur Geschlossenheit aufgerufen. Bei einem Auftritt in der "Tonight Show" des Fernsehender NBC legte Obama am Mittwochabend (Ortszeit) dem demokratischen Senator Bernie Sanders nahe, die Kandidatur gegen die wahrscheinliche Präsidentschaftsanwärterin Hillary Clinton aufzugeben.

"Für die Demokratische Partei war es eine gesunde Sache, einen wirklichen Wettbewerb bei den Vorwahlen zu haben", sagte Obama. "Jetzt hoffe ich aber, dass wir in den nächsten paar Wochen die Reihen schließen können."

Obama: Sanders hat Clinton besser gemacht

Obama zollte Sanders Respekt für den harten Kampf gegen Clinton. "Er hat eine enorme Energie und neue Ideen eingebracht", sagte der Präsident in der Talk Show, die am Donnerstag auf dem US-Sender NBC ausgestrahlt wird. "Er hat die Partei vorangetrieben und sie herausgefordert. Ich glaube, Hillary ist dadurch eine bessere Kandidatin geworden." Nun müssten sich die Demokraten aber ganz auf die Herausforderung durch den wahrscheinlichen republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump konzentrieren.

Am Donnerstag will Obama Sanders im Weißen Haus empfangen. Es wurde erwartet, dass es dabei auch um die Bedingungen für einen Verzicht des Senators auf die Präsidentschaftskandidatur geht. Clinton steht seit der Vorwahlrunde am Dienstag als Siegerin fest. Sanders hatte aber erklärt, seine Kandidatur bis zum Parteitag im Juli fortzuführen.

Kritik an Trump

Den Auftritt bei Jimmy Fallon nutzte Obama allerdings auch um, mehr oder weniger direkt, den wahrscheinlichen republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump. "Was in dieser Partei passiert, gipfelnd in dieser aktuellen Nominierung, ist nicht gut für das ganze Land." Und er fügte in Anspielung auf Trumps TV-Karriere hinzu: "Das hier ist ein ernsthafter Job und nicht Reality TV".

Der Erfolg von Trump bei den Republikanern macht Obama aber auch nachdenklich in Bezug auf das US-Wahlsystem. "Dieses Land funktioniert, wenn Du zwei Parteien hast, die es ernst meinen und versuchen, Probleme zu lösen", sagte Obama und fügte hinzu. ""Man will eigentlich auch, dass der republikanische Kandidat jemand ist, der den Job machen kann, falls er gewählt wird."

Im Falle von Trump glaubt Obama das offenkundig nicht.

afp/dpa/RND/zys

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