Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 3 ° Gewitter

Navigation:
Schickt IS jetzt Terroristen nach Europa?

Befürchtung von Sicherheitsdiensten Schickt IS jetzt Terroristen nach Europa?

Die Terrormiliz IS schockiert die zivilisierte Welt mit grauenhaften Enthauptungsvideos. Sicherheitsdienste befürchten nun, dass die Islamisten nun versuchen, Terrorkommandos nach Westeuropa zu schleusen.

Voriger Artikel
Katholische Kirche will über Sex und Ehe reden
Nächster Artikel
Fünf Polizisten sterben bei Anschlag

Tragen IS-Kommandos nun den Terror aus Syrien und dem Irak nach Westeuropa? Sicherheitsexperten befürchten es.

Quelle: dpa/Symbolbild

Berlin. Die extremistische Miliz Islamischer Staat (IS) versucht nach Zeitungsinformationen, Terrorkommandos als Flüchtlinge getarnt nach Europa zu schleusen. Aus je vier Terroristen bestehende Gruppen sollten die syrisch-türkische Grenze überqueren und mit Hilfe gefälschter Pässe weiter nach Westeuropa reisen, auch nach Deutschland. Dort sollten sie Anschläge verüben, schreibt die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Aus abgehörten Gesprächen hätten US-Geheimdienste auch erfahren, dass die Terroristen wegen der strengeren Kontrollen an Airports keine Flugzeuge benutzen sollen. Deutschen Behörden ist das Szenario laut Zeitung bekannt, dies hätten Regierungskreise bestätigt. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte lediglich: "Deutschland steht nach wie vor im Fokus des dschihadistischen Terrorismus." Daraus resultiere eine abstrakt hohe Gefährdung für die innere Sicherheit. Derzeit gebe es jedoch keine Hinweise auf konkrete Anschlagsplanungen.

Unterdessen ziehen radikalislamische Kämpfer aus Deutschland nach Beobachtung der Sicherheitsbehörden zunehmend von Pakistan Richtung Syrien. Deutsche Nachrichtendienste gingen davon aus, dass sich einige Dschihadisten, die vor Jahren in Terrorcamps im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet auswanderten, inzwischen in Syrien befänden oder auf dem Weg dorthin seien, berichtete "Die Welt" unter Berufung auf Sicherheitskreise.

"Der Bürgerkrieg in Syrien und die Terrorgruppe Islamischer Staat üben aktuell die größte Anziehungskraft für kampfeswillige Islamisten aus", sagte ein nicht namentlich genannter Vertreter der Sicherheitsbehörden der Zeitung. Derzeit sollen sich dem Bericht zufolge noch rund 20 Islamisten aus Deutschland in der Grenzregion aufhalten, ursprünglich seien bis zu 100 in die Ausbildungslager des Terrornetzwerks Al-Kaida und anderer Gruppen gezogen.

Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass inzwischen rund 450 radikalisierte Muslime aus Deutschland in Richtung Syrien ausgereist sind, um sich dort am Kampf des IS zu beteiligen oder die Miliz zu unterstützen. Etwa 150 davon sind zwischenzeitlich zurückgekehrt.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Deutschland / Welt
Kleiner Parteitag der CDU in Niedersachsen

Nach der SPD hat nun auch die CDU in Niedersachsen den Koalitionsvertrag angenommen. Bei einem kleinen Parteitag haben die Christdemokraten in Hannover darüber entschieden. Damit ist der Weg für eine Große Koalition in Niedersachsen frei.

Die Karikatur des Tages

So sehen unsere Karikaturisten die Welt.

24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

mehr