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Berufsschulen hinken bei Digitalisierung hinterher

Wirtschaftsministerium Berufsschulen hinken bei Digitalisierung hinterher

40 Prozent ohne W-LAN: Das Bundeswirtschaftsministerium schlägt bei der mangelnden digitalen Infrastruktur in Deutschlands Berufsschulen Alarm. Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries sieht den Anschluss vieler junger Menschen an die Zukunft bedroht: „Es muss eine Qualitätsoffensive geben.“

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Das Wirtschaftsministerium ist über die mangelnde digitale Infrastruktur in Berufsschulen besorgt.

Quelle: dpa

Hannover. Deutschlands Berufsschulen drohen beim Thema Digitalisierung den Anschluss zu verpassen. Zu diesem Schluss kommt eine interne Analyse des Bundeswirtschaftsministeriums, über die das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) berichtet (Freitagausgabe). „Um die Schüler auf die Anforderungen einer digitalisierten Arbeitswelt vorzubereiten, fehlt es vielen Berufsschulen an notwendiger Ausstattung und Strategie sowie personellen und zeitlichen Ressourcen“, heißt es in dem fünfseitigen Papier. „So ist zum Beispiel in 40 Prozent der Berufsschulen kein W-LAN vorhanden“ beklagt das Ministerium weiter. „Nur 23 Prozent der Berufsschulen haben eine Strategie zur Digitalisierung entwickelt“. In 50 Prozent der Schulen mangele es an externer Betreuung der IT-Technik. „Auch fehlt es an innovativen Ansätzen zur besseren Vernetzung der Lernorte Berufsschule und Betrieb sowie weiterer Bildungseinrichtungen und der regionalen Wirtschaft“, kritisiert das Ministerium.

Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) zeigte sich angesichts dieser Ergebnisse alarmiert. „Technische Ausstattung, Software oder W-LAN sind in unseren Berufsschulen Mangelware, gleichzeitig aber sollen junge Menschen fit werden für ein Berufsleben in einer digitalisierten Geschäftswelt“, sagte Zypries dem RND. „Wenn wir nicht dringend mehr und schneller investieren, drohen diese junge Menschen in den 9.000 beruflichen Schulen in Deutschland den Anschluss an die Zukunft zu verlieren“, so Zypries. Sie forderte, eine Milliarde Euro bereitzustellen, um die größten Mängel zu beseitigen. „Wir brauchen eine Berufsbildungsmilliarde 4.0 für eine bessere digitale Ausstattung der Berufsschulen“, so die Ministerin. „Es muss eine bundesweite und wirtschaftsnahe Qualitätsoffensive für Berufsschulen geben, damit zwischen ihnen, überbetrieblichen Bildungszentren, Betrieben und Start-Ups vor Ort Netzwerke entstehen.“

Von RND

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