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Bestätigt: Drei Deutsche unter Opfern von Nizza

Anschlag in Frankreich Bestätigt: Drei Deutsche unter Opfern von Nizza

Nach mehreren Tagen der Ungewissheit ist es nun bestätigt: Die seit Donnerstagabend vermissten Schülerinnen und eine Lehrerin aus Berlin gehören zu den Opfern des Terroranschlags in Nizza.

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Rosen vor dem Gelände der Paula-Fürst-Gemeinschaftsschule in Berlin: Zwei Schülerinnen und eine Lehrerin sind unter den Opfern des Anschlags von Nizza.

Quelle: dpa

Berlin. Bei dem Terroranschlag in Nizza sind auch eine Lehrerin und zwei Schülerinnen aus Berlin getötet worden. Dies teilte Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) am Dienstag in Berlin mit. Die betroffene Paula-Fürst-Gemeinschaftsschule im Stadtteil Charlottenburg teilte auf ihrer Internetseite mit: „Unsere Trauer in Worte zu fassen, fällt uns schwer“. Insgesamt starben bei dem Anschlag am Donnerstagabend neben dem Angreifer mindestens 84 Menschen.

Auf Kursfahrt in Nizza

Am Freitag hatte bereits das Bezirksamt von Berlin-Charlottenburg den Tod von zwei Schülern und einer Lehrerin beim Anschlag in Nizza bestätigt. Zuvor hatte die Paula-Fürst-Schule in Berlin berichtet, dass zwei Schülerinnen und eine Lehrerin vermisst werden. Schon in der Nacht des Anschlags hatte die Schule in Frankreich eine Vermisstenanzeige aufgegeben. In der Schule wurde am Freitag ein Trauerraum eingerichtet.

Außenminister Steinmeier sagte am Dienstag: „Wir haben jetzt leider die traurige Gewissheit über das, was wir befürchtet haben und vermuten mussten.“ Zugleich versicherte er: „Wir lassen uns nicht einschüchtern und stehen weiter Seite an Seite mit unseren europäischen und internationalen Partnern gegen Hass, Gewalt und Terror.“

28 Jugendliche des Abiturjahrgangs sowie die Lehrerin von der Charlottenburger Schule waren laut Berliner Bildungsverwaltung zum Zeitpunkt des Anschlags auf einer Kursfahrt in der südfranzösischen Stadt, ebenso Gruppen von neun weiteren Berliner Schulen. Laut Auswärtigem Amt wurde eine weitere Schülerin verletzt, ist aber außer Lebensgefahr.

Trauergottesdienst bereits am Montag

Die Gruppen waren bis Samstag zurückgekehrt. Schüler, Eltern und Lehrer der Paula-Fürst-Schule wurden von Psychologen und Seelsorgern betreut. Die beiden Schülerinnen und die Lehrerin galten seit dem Anschlag zunächst offiziell als vermisst. Doch nun zerstob das letzte Fünkchen Hoffnung. „Wir sind in Gedanken bei den Angehörigen, Freundinnen und Freunden und den Schülerinnen und Schülern, die das Geschehen unmittelbar erleben mussten“, hieß es in der Erklärung der Schule.

Bei einem Anschlag am französischen Nationalfeiertag sind in Nizza mehr als 80 Menschen getötet worden.

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Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) zeigte sich in einer Erklärung betroffen. „Es ist also zur Tatsache geworden, dass der Terror erneut Opfer aus unserer Stadt gefordert hat.“ Berlin trauere mit den Familien und Angehörigen, mit den Mitschülern und Kollegen. Berlin trauere darüber hinaus mit allen Menschen in Frankreich und anderen Ländern, die durch den Anschlag in Nizza Angehörige und Freunde verloren haben.

Die Berliner Polizei twitterte: „Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen.“ Zusammen mit dem Auswärtigen Amt hätten Spezialisten des Landeskriminalamts die Opfer identifiziert.

Bereits am Montag wurde im Berliner Dom mit einem ökumenischen Gottesdienst der Opfer gedacht. Zu der Trauerfeier kamen auch Jugendliche aus der Charlottenburger Schule mit ihren Familien. Unmittelbar nach dem Anschlag hatte Müller erklärt: „Diese Tat ist ein Angriff auf unsere Art zu leben, auf unsere Freiheit, unsere Werte und auf unsere Demokratie.“ Doch Hass dürfe nicht die Antwort auf Hass sein.

dpa/afp/RND/zys

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