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Angriff auf Hilfsorganisation in Kabul

Geiselnahme in Afghanistan Angriff auf Hilfsorganisation in Kabul

Eine Serie von Anschlägen erschüttert Kabul. Mehr als 20 Menschen wurden binnen weniger Stunden getötet, Dutzende verletzt. In Kabul meldet die Polizei eine Geiselnahme bei der Hilfsorganisation Care. Auch hier soll es Opfer geben.

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Rauch steigt über dem Gebäude der internationalen Nichtregierungsorganisation Care in Kabul auf.

Quelle: afp

Kabul. Bewaffnete Angreifer haben in der Kabuler Innenstadt ein oder mehrere Gebäude der internationalen Nichtregierungsorganisation Care angegriffen. Das bestätigte am Dienstagmorgen der Sprecher des Innenministeriums, Sedik Sedikki. Es handele sich wohl um zwei Angreifer. Sicherheitskräfte versuchten, „die Gegend zu befreien“. Bei den Gefechten sei ein Zivilist getötet worden, sechs Menschen wurden demnach verwundet. Man habe bisher 31 Menschen gerettet.

Schusswechsel und Explosionen

Care arbeitet - mit Unterbrechungen - seit 1961 vor allem an Bildungsprogrammen für Mädchen. Andere Tätigkeitsfelder sind laut Webseite der Organisation Frauenförderung, ländliche Entwicklung und Nothilfe.  Ein Polizeioffizier sagte, die Angreifer hätten Geiseln genommen. Der Mann wollte namentlich nicht genannt werden. Ausländer seien nicht unter den Geiseln. Es könnten noch drei bis vier Angreifer in dem Gebäude sein, sagte der Offizier. Sie hätten sich in einem „schusssicheren Raum“ verschanzt. Man wende nun schweres Geschütz an. Ministeriumssprecher Sedikki wollte das nicht bestätigen.

Sicherheitskräfte nahe dem Anschlagsort sagten, in der Nacht seien drei Angreifer in das Haus eingedrungen, zwei seien getötet worden. Den ganzen Morgen über waren Schusswechsel und Explosionen zu hören. Bisher hat sich niemand zu der Tat bekannt.

Mehrere Attacken binnen weniger Stunden

Um kurz nach 23.00 Uhr hatten die Angreifer vor dem Haus im belebten Einkaufs- und Hotelviertel Schar-e Nau zunächst eine Autobombe gezündet. Die Gegend um den Anschlagsort blieb am Morgen weiträumig abgesperrt. Die Wucht der Explosion hatte im ganzen Viertel Fensterscheiben zersplittern lassen.

Nur wenige Stunden vor dem nächtlichen Anschlag waren bei einem Doppelanschlag der radikalislamischen Taliban vor dem Verteidigungsministerium mindestens 24 Menschen getötet und mehr als 90 worden.

dpa/afp/RND/zys

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