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Geiseldrama

Bibelschule schweigt nach Tod von Studentinnen im Jemen

Nach dem gewaltsamen Tod zweier Studentinnen im Jemen will die Bibelschule Brake in Lemgo keinerlei weitere Auskünfte zu den Hintergründen der Missionsarbeit der beiden Frauen erteilen.

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Die Bibelschule Brake in Lemgo

© Philipp Guelland/ddp

Die Leitung der Schule werde sich nicht weiter äußern, sagte eine Sprecherin der Bibelschule am Mittwoch auf ddp-Anfrage. „Es ist alles zu viel“, fügte sie hinzu.

Am Dienstag hatte die Schule auf ihrer Internetseite mitgeteilt, dass es sich bei den im Jemen gefundenen toten Frauen um zwei ihrer Studentinnen im Alter von 24 und 26 Jahren handelte.

„Die beiden wussten, dass es im Jemen gefährlich werden könnte, aber es waren aufgeweckte, beherzte Frauen, die mit beiden Beinen im Leben standen. Auch deshalb haben wir uns keine Sorgen gemacht, als sie dorthin gereist sind“, sagte Volker Hillebrenner, ein Assistent der Schulleitung in Lemgo, dem in Bielefeld erscheinenden „Westfalen-Blatt“ (Mittwochausgabe). Die Frauen seien eindrücklich darauf hingewiesen worden, in dem islamischen Land nur zu helfen, aber auf keinen Fall zu missionieren.

Nach Angaben der Konferenz Bibeltreuer Ausbildungsstätten gibt es keinen genauen Überblick über die Missionare von Bibelschulen im Ausland. In dem Verein sind 33 Bibelschulen - teils auch aus dem europäischen Ausland - organisiert. Die insgesamt rund 1820 Absolventen aus Lemgo arbeiten hauptamtlich oder nebenberuflich etwa als Kinder- und Jugendmissionare, als Gemeindeleiter, Prediger, Lehrer oder Missionare in rund 60 Ländern der Welt. Im Missionsdienst in der Dritten Welt sind Bibelschüler oft humanitär im Auftrag der kirchlichen Missionswerke tätig.

ddp


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