Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Sprühregen

Navigation:
Ansbach: Das wissen wir über den Täter

Bombenanschlag mit 15 Verletzten Ansbach: Das wissen wir über den Täter

Ein 27-jähriger syrischer Flüchtling hat bei einem Bombenanschlag am späten Sonntagabend in Ansbach 15 Menschen verletzt. Er soll Anhänger der Terrormiliz IS gewesen sein. Was wir bisher über den mutmaßlichen Täter wissen und welche Fragen nach der Bluttat noch offen sind, lesen Sie hier.

Voriger Artikel
Chefin der US-Demokraten kündigt Rücktritt an
Nächster Artikel
Umfrage sieht Trump vor Clinton

Bei einem Bombenanschlag wurden im fränkischen Ansbach 15 Menschen verletzt.

Quelle: Daniel Karmann

Ansbach. Bei einem mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag wurden am Sonntagabend in Ansbach 15 Menschen verletzt, vier von ihnen schwer. Der mutmaßliche Täter kam dabei ums Leben. Bei dem Anschlag handelt es sich um einen Terroranschlag mit islamistischer Überzeugung des Täters, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Der Mann beziehe sich auf Abu Bakr al-Baghdadi, den Anführer der Terrormiliz IS.

Bekenner-Video gefunden

Auf einem Handy gebe es eine Anschlagsdrohung des Täters selbst als Video, sagte Herrmann. Der Täter kündige einen Racheakt gegen Deutsche an als Vergeltung, weil sie Muslime umbrächten. In einer ersten Übersetzung des arabischen Textes heiße es, der Täter handle im Namen Allahs.

Kämpfer des IS?

Der Attentäter von Ansbach war dem IS-Sprachrohr Amak zufolge ein "Soldat des Islamischen Staates". Das teilte Amak am Montag im Internet mit.

Bei einem Bombenanschlag in Ansbach wurden 12 Menschen verletzt, drei von ihnen schwer. Der mutmaßliche Täter ist ein 27-jähriger Flüchtling aus Syrien. Möglicherweise hat die Bluttat einen islamistischen Hintergrund.

Zur Bildergalerie

Was wir über den Täter in Ansbach derzeit wissen:

  • Es handelt sich um einen 27 Jahre alten Flüchtling aus Syrien.
  • Er kam vor zwei Jahren nach Deutschland und hat einen Asylantrag gestellt.
  • Sein Antrag wurde vor einem Jahr abgelehnt, der Flüchtling sei seitdem geduldet gewesen, sagte Innenminister Herrmann. Der Mann war in einem ehemaligen Hotel in Ansbach untergebracht.
  • Der Mann wohnte in einer Unterkunft in Ansbach und war wiederholt strafrechtlich in Erscheinung getreten. Er sei wiederholt auffällig geworden, unter anderem wegen eines Drogendelikts, sagte der Herrmann.
  • Der Syrer hat sich nach Angaben des Ministers schon zwei Mal das Leben nehmen wollen. Er sei deshalb auch schon in einer Psychiatrie untergebracht gewesen.
  • Der 27-Jährige sollte nach Bulgarien abgeschoben werden. Das sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Montag in Berlin. "Ich kann Ihnen zur Stunde nicht sagen, warum diese Abschiebung nicht vollzogen worden ist", fügte er hinzu. Abschiebungen lägen in der Zuständigkeit der Länder.
  • Dem städtischen Sozialamt war er als "freundlich, unauffällig und nett" bekannt. Das sagte Reinhold Eschenbacher vom städtischen Sozialamt am Montag. "Der junge Mann war öfters als Asylbewerber hier und bei uns bekannt. Da ging es um soziale Leistungen", sagte er.
  • Auf einem Hady fanden die Ermittler eine Anschlagsdrohung des Täters selbst als Video. Darin soll er einen Racheakt gegen Deutsche an als Vergeltung, weil sie Muslime umbrächten, angekündigt haben.
  • Die IS-Miliz hat den Attentäter als ihren "Soldaten" bezeichnet.

Was wir zum Anschlag in Ansbach bislang nicht wissen:

  • Unklar ist bislang, in welchem Umfeld sich der 27-Jährige bewegte.
  • Wir wissen nicht, woher er den Sprengstoff hatte.
  • Nicht bekannt ist, woher genau die Metallteile aus dem Rucksack stammten, die offenbar möglichst viele Menschen verletzen sollten.
  • Der Grund für die Ablehnung des Asylantrags ist bislang unbekannt.
  • Die Spurensicherung durchsuchte am Montag das Flüchtlingsheim, in dem der Mann lebt. Dort beschlagnahmten die Ermittler mehrere Gegenstände. Über die Ergebnisse der Untersuchung ist bislang nicht viel bekannt.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat den Angehörigen der Verletzten der Gewalttaten von Reutlingen und Ansbach sein Mitgefühl ausgedrückt. Er sei erschüttert, sagte der Minister am Montag in Berlin.

dpa/RND

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Deutschland / Welt

Die Wahl ist entschieden: Donald Trump wird der 45. Präsident der USA. Auf unserer Themenseite finden Sie aktuelle Berichte, Analysen und Hintergrundinformationen zur Wahl des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. mehr

CDU-Parteitag in Hameln

Zum Landesparteitag der niedersächsischen CDU in Hameln haben sich rund 450 Delegierte versammelt, um über einen Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2018 zu entscheiden. Sie nominierten einstimmig Bernd Althusmann.

Die Karikatur des Tages

So sehen unsere Karikaturisten die Welt.