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Zwei Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte

Übergrifft in Schwäbisch Gmünd und Schlettau Zwei Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte

Übe die Weihnachtsfeiertage wurden gleich zwei Brandanschläge auf geplante Flüchtlingsunterkünfte verübt. In Schwäbisch Gmünd (Baden-Württemberg) legten Unbekannte Feuer in einer noch im Bau befindlichen Unterkunft und im sächsischen Erzgebirge schmissen vier Täter mehrere Brandsätze gegen ein Gebäude in Schlettau. 

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Unbekannte haben in Schlettau Molotow-Cocktails auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft geworfen. 

Quelle: dpa

Schlettau/Schwäbisch Gmünd. Nach dem mutmaßlichem Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft im baden-württembergischen Schwäbisch Gmünd haben sich mehr als 300 Bürger am Freitagabend zu einer Mahnwache vor dem Gebäude versammelt. Redner unterschiedlicher Parteien wandten sich gegen Fremdenfeindlichkeit, Ausgrenzung und Intoleranz, wie die Stadt mitteilte. 

Die Polizei suchte nach Spuren von Brandbeschleunigern, Hinweise auf die Täter gab es bislang nicht.

Oberbürgermeister Richard Arnold (CDU) sagte, die "feige Tat" sei ein Angriff auf die Demokratie. Die gesamte Stadt und die gesamte Gesellschaft müssten sich deutlich gegen diese Entwicklung stellen. An der Mahnwache vor der im Bau befindlichen neuen Flüchtlingsunterkunft beteiligten sich Vertreter aller Parteien, Stadträte, Kirchenvertreter sowie Vertreter von Vereinen, Gruppen und Einrichtungen. Am frühen Morgen des ersten Weihnachtsfeiertags hatte die Streife der Werksfeuerwehr eines in der Nähe ansässigen Unternehmens zufällig das Feuer entdeckt.

Die Polizei suchte nach Spuren von Brandbeschleunigern, Hinweise auf die Täter gab es bislang nicht. Da der Brand relativ schnell entdeckt und gelöscht wurde, war der Sachschaden an der geplanten Gemeinschaftsunterkunft nur gering. Menschen kamen nicht zu Schaden. In dem neuen Gebäudekomplex sollen im Frühjahr rund 120 Flüchtlinge untergebracht werden. In den vergangenen Monaten hatte es bundesweit immer wieder Anschläge auf geplante und teilweise auch schon bewohnte Flüchtlingsunterkünfte gegeben.

Täter schmeißen Brandsätze in Schlettau

Auch im sächsischen Erzgebirge ist ein Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft verübt worden. Vier unbekannte Täter hätten am frühen Morgen des zweiten Weihnachtsfeiertages mehrere Brandsätze gegen das Gebäude in Schlettau bei Annaberg-Buchholz geworfen, teilte die Polizei mit. Zwei der Brandsätze seien beim Wurf durch eine Fensterscheibe erloschen, zwei weitere seien auf ein Vordach geworfen worden und vom Wachschutz gelöscht worden.

epd/AFP

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