Navigation:
HAZ-Shop AboPlus Online-ServiceCenter
Atommächte

Briten und Franzosen unterzeichnen Militärabkommen


US-Präsident Barack Obama setzt sich für eine atomwaffenfreie Welt ein, aber die NATO-Partner Frankreich und Großbritannien spielen da nicht mit: Sie wollen militärisch zusammenarbeiten und auch nukleare Sprengköpfe testen. Am Dienstag haben die Staatschefs Cameron und Sarkozy einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet.
Frankreich und Großbritannien verstärken ihre militärische Zusammenarbeit

Frankreich und Großbritannien wollen auch ihre Flugzeugtäger gemeinsam nutzen, wie das nukleargetriebene französische Flaggschiff Charles de Gaulle. afp (Archiv)

Die Atommächte Großbritannien und Frankreich haben ein weitreichendes Abkommen für eine militärische Zusammenarbeit geschlossen. Dabei gehe es vor allem um den praktischen Austausch, sagte der britische Premierminister David Cameron am Dienstag nach einem Treffen mit dem französischen Präsidenten Nikolas Sarkozy in London. „Großbritannien und Frankreich werden immer eigenständige Länder bleiben“, erläuterte Cameron. Er sprach von einem „neuen Kapitel“ in der Geschichte beider Länder. Der französische Präsident Nicolas Sarkozy bezeichnete die Abkommen als „historisches Ereignis“.

Dem Abkommen zufolge wollen beide Atommächte künftig auch Tests von nuklearen Sprengköpfen zusammen durchführen. Dazu solle im ostfranzösischen Valduc rund 45 Kilometer von Dijon entfernt eine Einrichtung für solche Tests gebaut werden, die ab 2014 laufen sollen. Außerdem wollen sie gemeinsam ihre Flugzeugträger nutzen und eine gemeinsame Truppe von mehreren Tausend Soldaten einrichten. Beide Länder versprechen sich von dem Abkommen unter anderem Einsparungen im Verteidigungshaushalt.

„Das ergibt Sinn in einer Welt, in der die Mittel knapp sind, aber unsere gemeinsamen Interessen immer größer werden“, sagte Verteidigungsminister Liam Fox dem Rundfunksender BBC. Die Kooperation ist vor allem in Großbritannien umstritten. Laut einer Umfrage sind mehr als ein Drittel der Briten grundsätzlich dagegen, die militärischen Kapazitäten mit anderen Ländern zu teilen.

dpa/afp

Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel
Anzeige

Politik kompakt

Aus meinem Papierkorb

Michael B. Berger blickt am Ende jeder Woche in seinen (virtuellen) Papierkorb – und erzählt die Nachrichten, die liegen geblieben sind, aber doch Beachtung finden sollten.

Michael B. Berger blickt am Ende jeder Woche in seinen (virtuellen) Papierkorb – und erzählt die Nachrichten, die liegen geblieben sind, aber doch Beachtung finden sollten.

Testen Sie Ihr Wissen

Madsack im Gespräch

Das Madsack-Hauptstadtstudio.

Unsere Redakteure im Hauptstadtbüro führen TV-Interviews mit Menschen, die etwas zu sagen haben.

Angst vor Austritt
Foto: Die Angst vor dem Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone belastet die europöäische Währung.

Auch an den Devisenmärkten wächst die Sorge um einen möglichen Euroaustritt Griechenlands. Anleger flüchten in sichere Häfen, der Euro geht auf Talfahrt. Wann und wo diese endet, hängt nicht zuletzt vom Ausgang der Wahlen in Griechenland ab - und vom Erfolg der Brandmauern.

Anzeige


Top