Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Niedriglohnsektor Bundesfreiwilligendienst

Zahlen des Bundesfamilienministeriums Niedriglohnsektor Bundesfreiwilligendienst

Der Bundesfreiwilligendienst entwickelt sich zu einem besonders von Ostdeutschen genutzten Niedriglohnsektor. Von den 11.419 "Bufdis" aus den ostdeutschen Bundesländern sind 81 Prozent über 27 Jahre alt. 

Voriger Artikel
EU-Behörde gibt freiem Internet Vorfahrt
Nächster Artikel
Steinmeier für Rückkehr Russlands zu G8-Gipfeln

Von den 11.419 "Bufdis" aus den ostdeutschen Bundesländern sind 81 Prozent über 27 Jahre alt. Sie verdienen höchstens 350 Euro im Monat.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Berlin. Der Bundesfreiwilligendienst entwickelt sich zu einem besonders von Ostdeutschen genutzten Niedriglohnsektor. Das berichtet das RedaktionsNetzwerk Deutschland, zu dem die HAZ gehört, unter Berufung auf Zahlen des Bundesfamilienministeriums. Von den im August 2016 gemeldeten 35.866 gemeldeten "Bufdis" stammen nach Angaben von Staatssekretärin Caren Marks (SPD), 32 Prozent oder 11.419 Dienstleistende aus den ostdeutschen Bundesländern ohne Berlin. Davon sind 81 Prozent über 27 Jahre alt.

Monatlicher Taschengeld von bis zu 350 Euro

Der Anteil Ostdeutschlands an der Gesamtbevölkerung liegt aber bei nur rund 16 Prozent. Allein Sachsen stellt mit über zehn Prozent (3800) den größten ostdeutschen "Bufdi"-Anteil. Der Zuschuss, der den Einsatzstellen für Taschengeld und Sozialversicherungsbeiträge als Höchstbetrag gezahlt werden kann, beträgt für unter 25jährige nach Auskunft des Bundesfamilienministeriums, 250 Euro und für über 25jährige 350 Euro.

Von den Freiwilligen, die sich im August 2016 im Dienst befinden, erhalten 3880 den Höchstsatz des Taschengeldes in Höhe von 363 Euro (bei Dienstbeginn im Jahr 2015) und in diesem Jahr eingetretene Mitarbeiter erhalten 372 Euro. Der Anteil der Frauen an den "Bufdis" liegt derzeit insgesamt bei rund 55 Prozent.

Opposition: "Alarmierende" Zahlen

Susanna Karawanskij, Linkspolitikerin im Bundestag, nannte die Zahlen "alarmierend und einen Ausdruck der nach wie vor bestehenden Ost-West-Spaltung auf dem Arbeitsmarkt". Es zeige sich, dass insbesondere die Ostdeutschen gern arbeiten wollten, "aber wegen der verfehlten Politik der Bundesregierung besonders im Osten bleiben ihnen oft nur solche Hilfsdienste". Sie forderte, dass der Bundesfreiwilligendienst nicht länger als Ausgleich für eine gescheiterte Arbeitsmarktpolitik missbraucht werden dürfe.

RND

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Deutschland / Welt

Die Wahl ist entschieden: Donald Trump wird der 45. Präsident der USA. Auf unserer Themenseite finden Sie aktuelle Berichte, Analysen und Hintergrundinformationen zur Wahl des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. mehr

CDU-Parteitag in Hameln

Zum Landesparteitag der niedersächsischen CDU in Hameln haben sich rund 450 Delegierte versammelt, um über einen Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2018 zu entscheiden. Sie nominierten einstimmig Bernd Althusmann.

Die Karikatur des Tages

So sehen unsere Karikaturisten die Welt.