Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt Gauck zu Besuch in Israel und Jordanien
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Gauck zu Besuch in Israel und Jordanien
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:24 05.12.2015
Bundespräsident Joachim Gauck besteigt am Sonnabend auf dem Flughafen in Berlin-Tegel eine Regierungsmaschine, um seine viertägige Reise anzutreten. Quelle: Rainer Jensen/dpa
Anzeige
Berlin/Tel Aviv

Bundespräsident Joachim Gauck will 50 Jahre nach der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und Deutschland ein Signal für die weitere Vertiefung der Beziehungen setzen. Gauck brach am Samstag zu einem zweitägigen Besuch in Israel auf. Am Abend wollte er mit seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt ein Konzert des Leipziger Thomanerchors und des Gewandhausorchesters in Tel Aviv besuchen. Am Sonntag sind in Jerusalem Gespräche mit Premierminister Benjamin Netanjahu und Präsident Reuven Rivlin sowie eine Rede an der Hebräischen Universität geplant.

Die Sänger des Thomanerchors und das Gewandhausorchester aus Leipzig führen in der Oper in Tel Aviv das "Weihnachts-Oratorium" von Johann Sebastian Bach auf. Das Konzert gehört zu einer Reihe von Auftritten in Israel, die als Abschluss und Höhepunkt der Feiern zum 50-jährigen Jubiläum der deutsch-israelischen Beziehungen gelten. Gauck wird bei der Aufführung vom israelischen Staatspräsidenten Rivlin und dessen Ehefrau Nechama begleitet.

Am Sonntag erhält der Bundespräsident nach einem Arbeitsfrühstück mit Ministerpräsident Netanjahu die Ehrendoktorwürde der Hebräischen Universität Jerusalem. Bei der Zeremonie will Gauck die zentrale Rede seines Israelbesuchs halten. Schon bei einem Berlinbesuch Rivlins im Mai hatten beide Politiker einen Akzent in Richtung Jugend, Bildung und Zukunft gesetzt.

Am Sonntagabend fliegt Gauck in die jordanische Hauptstadt Amman. Bei Gesprächen mit König Abdullah II. dürften die internationale Reaktion auf den Krieg in Syrien und die Flüchtlingskrise die zentrale Rolle spielen. Der Bundespräsident will die Leistung der jordanischen Gesellschaft bei der Unterbringung von Hunderttausenden Flüchtlingen aus Syrien würdigen. Am Dienstag besucht Gauck das Flüchtlingslager Asrak in der Nähe der syrischen Grenze. Dort leben nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) mehr als 28.000 Menschen.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Bundestag hat entschieden: Bis zu 1200 deutsche Soldaten unterstützen die Bombardierung des IS in Syrien und im Irak. Es ist der dritte offensive Kampfeinsatz in der Geschichte der Bundeswehr. Von Krieg wollen die Auftraggeber aber nicht reden.

05.12.2015

Der Syrien-Einsatz der Bundeswehr beginnt schon kurz nach der klaren Zustimmung des Parlaments. In Deutschland und Frankreich geht derweil die Debatte weiter, wie man im Kampf gegen islamischen Terror mit Syriens Machthaber Assad und seinen Truppen umgehen soll.

05.12.2015

Deutschland liefert den kurdischen Peschmerga-Kämpfern vorerst keine Milan-Raketen mehr. Diese haben zwar Nachschub bestellt. Aber Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen lässt zuerst prüfen, wo die bereits gelieferten Raketen geblieben sind.

04.12.2015
Anzeige