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Gauck zu Besuch in Israel und Jordanien

50 Jahre diplomatische Beziehungen Gauck zu Besuch in Israel und Jordanien

Seine zentrale Rede in Jerusalem hält der Bundespräsident vor Studenten: Es soll auch ein Signal an die Jugend und für die Zukunft sein. Bevor in Jordanien die Flüchtlingskrise ins Zentrum rückt.

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Bundespräsident Joachim Gauck besteigt am Sonnabend auf dem Flughafen in Berlin-Tegel eine Regierungsmaschine, um seine viertägige Reise anzutreten.

Quelle: Rainer Jensen/dpa

Berlin/Tel Aviv. Bundespräsident Joachim Gauck will 50 Jahre nach der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und Deutschland ein Signal für die weitere Vertiefung der Beziehungen setzen. Gauck brach am Samstag zu einem zweitägigen Besuch in Israel auf. Am Abend wollte er mit seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt ein Konzert des Leipziger Thomanerchors und des Gewandhausorchesters in Tel Aviv besuchen. Am Sonntag sind in Jerusalem Gespräche mit Premierminister Benjamin Netanjahu und Präsident Reuven Rivlin sowie eine Rede an der Hebräischen Universität geplant.

Die Sänger des Thomanerchors und das Gewandhausorchester aus Leipzig führen in der Oper in Tel Aviv das "Weihnachts-Oratorium" von Johann Sebastian Bach auf. Das Konzert gehört zu einer Reihe von Auftritten in Israel, die als Abschluss und Höhepunkt der Feiern zum 50-jährigen Jubiläum der deutsch-israelischen Beziehungen gelten. Gauck wird bei der Aufführung vom israelischen Staatspräsidenten Rivlin und dessen Ehefrau Nechama begleitet.

Am Sonntag erhält der Bundespräsident nach einem Arbeitsfrühstück mit Ministerpräsident Netanjahu die Ehrendoktorwürde der Hebräischen Universität Jerusalem. Bei der Zeremonie will Gauck die zentrale Rede seines Israelbesuchs halten. Schon bei einem Berlinbesuch Rivlins im Mai hatten beide Politiker einen Akzent in Richtung Jugend, Bildung und Zukunft gesetzt.

Am Sonntagabend fliegt Gauck in die jordanische Hauptstadt Amman. Bei Gesprächen mit König Abdullah II. dürften die internationale Reaktion auf den Krieg in Syrien und die Flüchtlingskrise die zentrale Rolle spielen. Der Bundespräsident will die Leistung der jordanischen Gesellschaft bei der Unterbringung von Hunderttausenden Flüchtlingen aus Syrien würdigen. Am Dienstag besucht Gauck das Flüchtlingslager Asrak in der Nähe der syrischen Grenze. Dort leben nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) mehr als 28.000 Menschen.

dpa

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