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14:39 18.08.2014
Bereits in Auftrag gegeben ist ein Pilotprojekt, mit dem Falschfahrer an Anschlussstellen automatisch erkannt und andere Autofahrer visuell und akustisch gewarnt werden können. Quelle: dpa
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Passau

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) prüft ein neues System für elektronische Falschfahrer-Warnungen auf Autobahnen. Er plane zurzeit eine Sicherheitsüberprüfung sämtlicher Auffahrten und ein Pilotprojekt für Falschfahrerwarnungen, teilte ein Sprecher am Montag mit. Zunächst hatte die „Passauer Neue Presse“ darüber berichtet.

Noch dieses Jahr soll das Pilotprojekt des Ministeriums der Öffentlichkeit präsentiert werden. Eine vom Ministerium in Auftrag gegebene Studie hat gezeigt, dass rund 1800 Falschfahrer pro Jahr 75 bis 80 Unfälle verursachen.

Bei dem Pilotprojekt geht es um ein „digitales Testfeld Autobahn“, mit dem verschiedene Systeme zur frühzeitigen Erkennung von Falschfahrern erprobt werden sollen, die über bisher geplante knallgelbe Falschfahrer-Stoppschilder hinausgehen würden.

Bereits in Auftrag gegeben ist ein Pilotprojekt, mit dem Falschfahrer an Anschlussstellen automatisch erkannt und andere Autofahrer visuell und akustisch gewarnt werden können. Zu Kosten und ob Kennzeichen von Falschfahrern automatisch erfasst und gespeichert werden sollen, konnte ein Sprecher des Ministers noch nichts sagen.

Seit Jahren debattieren Bund und Länder als eine Option auch die bundesweite Einführung von Warnvorrichtungen, lange Zeit wurde auf Warntafeln an Auffahrten wie in Österreich gesetzt.
Laut Automobilclub von Deutschland (AvD) würde zum Beispiel ein deutschlandweites Warnsystem in der Fahrbahn 25 Millionen Euro kosten. So könnten Induktionsschleifen in die Fahrbahn gelegt werden, die rotes Blitzlicht und Warnschilder in Gang setzen, sobald sie in falscher Richtung überfahren werden.

Laut ADAC gab es allein im vergangenen Jahr etwa 2200 Falschfahrer-Meldungen in Deutschland. Nach den Aufzeichnungen des Automobilclubs kam es 2013 zu 16 Unfällen, 22 Menschen starben.

dpa

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