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Bundesregierung prüft weitere Hilfen für Ostafrika

Hungersnot Bundesregierung prüft weitere Hilfen für Ostafrika

Ostafrika steht vor einer gewaltigen Hungerkatastrophe. Die Bundesregierung hatte ihre Soforthilfe bereits vor wenigen Tagen erhöht und prüft nun erneut eine Aufstockung des Budgets. Unterdessen kritisieret die Deutsche Welthungerhilfe die Zögerlichkeit der internationalen Gemeinschaft.

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Wegen der schlimmsten Dürre seit 60 Jahren am Horn von Afrika strömen immer mehr somalische Flüchtlinge nach Kenia und Äthiopien.

Quelle: dpa

Die Bundesregierung prüft nach Angaben von Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel die Aufstockung ihrer Hilfen für die hungernden Menschen in Ostafrika. „Die internationale Gemeinschaft setzt alles daran, diese Katastrophe noch abzuwenden“, sagte der FDP-Politiker der Saarbrücker Zeitung. Die Bundesregierung prüfe daher derzeit, „welche weiteren Mittel wir bereitstellen können“.

Die Regierung hatte vor wenigen Tagen ihre Soforthilfe auf 14 Millionen Euro erhöht. Niebel betonte, man stehe im engen Kontakt zum Welternährungsprogramm, das die Hilfeleistung koordiniere. Die Vereinten Nationen hätten vor einigen Tagen den Bedarf auf 1,6 Milliarden Dollar geschätzt. Da habe es schon Zusagen der internationalen Gemeinschaft für 880 Millionen Dollar gegeben. „Und natürlich bemühen sich nun alle, einschließlich der Bundesregierung, weitere Mittel zur Verfügung zu stellen.“

Kritik an Merkels Afrika-Reise

Die Präsidentin der Deutschen Welthungerhilfe, Bärbel Dieckmann, kritisierte die Zögerlichkeit der internationalen Gemeinschaft. Ostafrika stehe vor einer humanitären Katastrophe, sagte sie den Dortmunder Ruhr Nachrichten. „Es sind elf Millionen Menschen betroffen. Die Hilfe setzt wieder einmal erst ein, wenn es eigentlich schon fast zu spät ist.“

Dieckmann kritisierte, dass die Hungersnot bei der Afrika-Reise von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vergangene Woche nur am Rande eine Rolle gespielt habe. „Ich hätte mir gewünscht, dass die Bundeskanzlerin einen noch stärkeren Fokus auf die Hungerkrise am Horn von Afrika gelegt hätte“, sagte die frühere SPD-Politikerin. „Stattdessen lag die Aufmerksamkeit auf dem Verkauf von militärischen Patrouillenbooten an Angola.“

Merkel hatte Kenia bei ihrem Besuch in der vergangenen Woche eine Million Euro Direkthilfe für das weltgrößte Flüchtlingscamp Dadaab zugesagt.

jhe/dpa

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