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Schnelles Internet soll Landflucht verhindern

Plan der Landjugend Schnelles Internet soll Landflucht verhindern

Viele junge Menschen ziehen vom Land in die Stadt, weil es dort bessere Job- oder Lebensbedingungen gibt. Gegensteuern ist nötig, findet die Landjugend, die in Niedersachsen zu ihrem Bundestreffen zusammenkommt.

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"Es ist einfach schwierig, die Nachteile, die man gegenüber den Städtern hat, auszugleichen": Der Vorsitzende vom Bund der Deutschen Landjugend (BDL), Sebastian Schaller.

Quelle: dpa

Tarmstedt. Der Bundesverband der deutschen Landjugend (BDL) sieht dringenden Handlungsbedarf, um die Infrastruktur im ländlichen Raum zu verbessern. Schnelle Internetverbindungen, ein flächendeckendes Mobilfunknetz und ein ausreichendes Angebot im öffentlichen Nahverkehr seien auf dem Land oft Mangelware, sagte der BDL-Vorsitzende Sebastian Schallervor dem am Freitag beginnenden Landjugendtag 2016 im niedersächsischen Tarmstedt.

"Schnelles Internet ist aber nicht nur für junge Leute auf dem Land wichtig, sondern auch für die dort ansässigen Unternehmen", betonte der 30-Jährige, der seit April Bundesvorsitzender ist und sich dieses Amt mit Nina Sehnke teilt. In vielen kleinen Dörfern gebe es gar keinen Bus. Auch die Gesundheitsversorgung sei vielerorts kompliziert, weil die Ärzte vom Land in die Stadt gingen, weil sie dort mehr Patienten hätten. "Es ist einfach schwierig, die Nachteile, die man gegenüber den Städtern hat, auszugleichen", so Schaller.

Sonderzug aus Süddeutschland

Zu dem dreitägigen Landjugendtreffen werden bis Sonntag rund 1000 Landjugendliche in Tarmstedt (Landkreis Rotenburg) erwartet. Die ersten trafen am Freitagnachmittag ein. "450 Teilnehmer kommen mit einem Sonderzug aus Süddeutschland", sagte BDL-Sprecherin Carina Gräschke. Der von der Landjugend Württemberg-Hohenzollern organisierte Zug startete von Ravensburg aus und sollte zwölf Stunden später in Ottersberg eintreffen. Von dort sollten Busse die Jugendlichen zum Veranstaltungsgelände in Tarmstedt bringen.

Das alle zwei Jahre von einem der 18 Landesverbände ausgerichtete Treffen steht unter dem Moto "Zeit LOS zu legen". Schirmherr ist der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Beim Landjugendtag geht es vor allem um den Austausch von Erfahrungen. Es gibt 18 Exkursionen und zwei Partyabende. Erwartet werden auch der Vize-Präsident des Deutschen Bauernverbandes Werner Hilse, die Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes Brigitte Scherb und die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesjugendministerium, Caren Marks (SPD).

Der Bund der Deutschen Landjugend ist nach eigenen Angaben der größte Jugendverband im ländlichen Raum. Bundesweit engagieren sich rund 100 000 Landjugendliche zwischen 15 und 35 Jahren in 18 Landesverbänden. Erklärtes Ziel des BDL ist es, "Lebens- und Bleibeperspektiven junger Menschen im ländlichen Raum zu verbessern".

dpa

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