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Deutschland / Welt Der A400M reicht der Bundeswehr nicht mehr
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16:48 04.10.2016
Die Flieger vom Typ C-130J stehen ab 2021 bereit.  Quelle: EPA
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Paris

 Die Bundeswehr soll neben den 53 bereits bestellten A400M-Flugzeugen vier bis sechs weitere Transportmaschinen für Spezialoperationen erhalten. 

Neue C-130J-Flieger für Evakuierungen aus Kriegsgebieten geeignet

Die Flieger vom Typ C-130J sollen beim US-Hersteller Lockheed Martin beschafft werden und ab 2021 beispielsweise für Evakuierungen aus Kriegsgebieten bereitstehen. Das Verteidigungsministerium ist der Ansicht, dass die vom europäischen Luftfahrtkonzern Airbus hergestellten A400M für solche Einsätze nicht geeignet sind.

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Der neue Airbus A400M ist im Dezember 2014 erstmals auf dem Fliegerhorst in Wunstorf gelandet. Zahlreiche Schaulustige nahmen das Flugzeug in Augenschein.

Ministerin Ursula von der Leyen unterzeichnete am Dienstag in Paris mit ihrem französischen Amtskollegen Jean-Yves Le Drian eine Vereinbarung, nach der die deutschen C-130J in Frankreich zusammen mit französischen Flugzeugen selben Typs stationiert werden sollen. Die französische Luftwaffe besitzt bereits 14 C-130 und hat vier weitere bestellt. Auch sie nutzt daneben den A400M.

Lieferverzögerungen bei Airbus

Von 50 georderten Exemplaren sind inzwischen zehn ausgeliefert. Die Bundeswehr will im Jahr 2021 ihre schon jetzt bis zu 49 Jahre alten Transportflugzeuge vom Typ „Transall“ ausmustern. Ersetzt werden sollen sie zum größten Teil durch die A400M.

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Bilder der Absturzstelle nahe des Flughafens Sevilla.

Bei den deutlich größeren und moderneren Maschinen kam es in den letzten Jahren aber immer wieder zu Pannen und Produktionsverzögerungen. Bisher hat die Luftwaffe nur fünf Maschinen von Airbus erhalten. Von den 53 bestellten A400M sollen 13 weiterverkauft werden.

C-130 als Signal für deutsch-französische Kooperation

Die seit 60 Jahren von Lockheed Martin produzierte und von sehr vielen Streitkräften weltweit genutzte C-130 ist kleiner und wendiger als die A400M und gilt als geeigneter für Landungen auf unbefestigten Pisten. Was die Beschaffung der Maschinen kostet, ist unklar.

 Die deutsch-französische Kooperation beim C-130 gilt auch als politisches Signal. Die beiden Verteidigungsminister setzen sich für eine verstärkte militärische Zusammenarbeit zwischen den Streitkräften der Europäischen Union ein. Dazu haben sie erst kürzlich ein Konzept vorgelegt, das unter anderem ein Hauptquartier für EU-Einsätze in Brüssel vorsieht.

Von dpa/RND

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