Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Bundeswehr lässt Kinder mit Kriegswaffen spielen

Kritik von der SPD Bundeswehr lässt Kinder mit Kriegswaffen spielen

Der Bundeswehr steht ein neuer Skandal um Kriegswaffen in Kinderhänden ins Haus. Der SPD-Wehrexperte Rainer Arnold verlangt von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) Aufklärung.

Voriger Artikel
Trump fordert Obamas Rücktritt
Nächster Artikel
Vermittlungsmission im Reich der Mitte

In Gegenwart von Bundeswehrsoldaten visierten Kinder mit den Waffen imaginäre Ziele an. Das belegen Fotos, die der HAZ und den anderen Zeitungen des RedaktionsNetzwerk Deutschland, RND, vorliegen.

Quelle: DFG-VK

Berlin. Beim Tag der Offenen Tür am vergangenen Samstag (11. Juni) präsentierten Bundeswehr-Angehörige auf dem Gelände der Albkaserne/Lager Heuberg in Stetten am kalten Markt (Baden-Württemberg) Kindern im Vorschulalter Maschinenpistolen und Sturmgewehre. Auf Fotos, die der HAZ und den anderen Zeitungen des RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegen, ist zu sehen, wie die Kleinkinder in Gegenwart von Soldaten die Waffen in Anschlag bringen und imaginäre Ziele anvisieren. Dies ist nach gültiger Weisungslage der Bundeswehr ausdrücklich verboten.

Arnold: "Kriegswaffen sind keine Spielsachen"

Der verteidigungspolitische der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Arnold, sagte dem RND: „Kriegswaffen sind keine Spielsachen.“ Nachdem es „wiederholt“ Ärger mit Kriegsspielen für Kinder gegeben habe, müsse Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) nun „schnell und durchgreifend für Klarheit sorgen, dass die Verantwortlichen die Weisungslage auch umsetzen“. Andernfalls „wird der Tag der Bundeswehr grundlegend diskreditiert“. Die Ministerin müsse auch dafür sorgen, dass bei öffentlichen PR-Veranstaltungen der Bundeswehr „Waffen nicht öffentlich auf Tischen herumliegen“.

Bereits in den vergangenen Jahren hatte es immer Ärger um Kriegsspiele für und mit Kindern und Jugendlichen bei Werbeveranstaltungen der Bundeswehr gegeben. Per Erlass ist festgelegt, dass Waffen nicht in die Hände von Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre geraten dürfen. Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums erklärte gegenüber dem RND: „Wir überprüfen den Sachverhalt.“ Er verwies auf die „grundsätzliche Weisungslage, die ausschließt, dass Waffen in die Hände von Kindern geraten können“.

Von Dieter Wonka/RND

Was meinen Sie?

Finden Sie es richtig, dass Vorschulkinder bei der Bundeswehr mit Kriegswaffen spielen dürfen?

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Kriegsspiele mit Kleinkindern
Foto: "Bedauerlicher Fehler“: Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU)

Ursula von der Leyen (CDU) zieht Konsequenzen aus der Affäre um Kriegsspiele mit Kleinkindern anlässlich eines Tags der Offenen Tür bei der Bundeswehr. Die Waffen-Einweisung von Vorschulkindern bezeichnet die Bundesverteidigungsministerin als "bedauerlichen Fehler", der sich nicht mehr wiederholen soll.

mehr
Mehr aus Deutschland / Welt

Die Wahl ist entschieden: Donald Trump wird der 45. Präsident der USA. Auf unserer Themenseite finden Sie aktuelle Berichte, Analysen und Hintergrundinformationen zur Wahl des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. mehr

CDU-Parteitag in Hameln

Zum Landesparteitag der niedersächsischen CDU in Hameln haben sich rund 450 Delegierte versammelt, um über einen Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2018 zu entscheiden. Sie nominierten einstimmig Bernd Althusmann.

Die Karikatur des Tages

So sehen unsere Karikaturisten die Welt.