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Bundeswehr übernimmt Kommando bei EU-Mission

Friedensabkommen in Mali Bundeswehr übernimmt Kommando bei EU-Mission

Vor drei Jahren wurde der Norden Malis von Tuareg-Rebellen und Islamisten überrollt. Jetzt sorgt ein Friedensabkommen für Hoffnung. Verteidigungsministerin von der Leyen spricht bei ihrem Besuch in dem westafrikanischen Wüstenstaat von einer entscheidenden Phase.

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Verteidigungsministerin von der Leyen bleibt bis Dienstagabend in der Hauptstadt der westafrikanischen Republik Mali und trifft sich mit hochrangigen Politikern und Militärs.

Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa

Bamako . In Anwesenheit von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen übernimmt die Bundeswehr am Dienstag das Kommando über die EU-Ausbildungsmission im westafrikanischen Mali. Der deutsche Brigadegeneral Franz Pfrengle wird den Einsatz mit rund 600 Soldaten aus 24 Ländern leiten. Darunter sind auch 160 Bundeswehrsoldaten.

Der Norden Malis war im Zuge eines Putsches 2012 ins Chaos gestürzt. Islamisten und Tuareg-Rebellen hatten in der Region die Macht an sich gerissen. Erst durch ein Eingreifen der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich im Januar 2013 konnte das Gebiet wieder weitgehend befreit werden.

Vor einem Monat schloss die Regierung mit den wichtigsten Rebellengruppen ein Friedensabkommen, in das nun große Hoffnungen gesetzt werden. Von der Leyen sprach am Montagabend nach ihren ersten Gesprächen in Mali von einer entscheidenden Phase auf dem Weg zu Frieden und Stabilität. "Wir wissen, was auf dem Spiel steht", sagte sie nach einem Treffen mit ihrem Amtskollegen Tiéman Hubert Coulibaly. "Denn wir können, wenn wir es schaffen, hier einen Stabilitätsanker entwickeln."

Die CDU-Politikerin verwies auch darauf, dass mehr Stabilität in Afrika die Flucht vieler Menschen nach Europa verhindern kann. "Nichts kann Menschen eher davon abhalten die lebensgefährliche Flucht nach Europa zu wagen, als die Tatsache, dass sie in ihren Heimatländern Perspektiven haben, eine Zukunft sehen", sagte sie.

Die Ausbildungsmission begann im Frühjahr 2013. Seitdem bildete die EU mehr als 5000 malische Soldaten aus. Derzeit hat Spanien das Kommando über die Mission.

Daneben sind mehr als 10 000 UN-Blauhelmsoldaten und Polizisten aus mehr als 40 Ländern zur Friedenssicherung über das ganzen Land verteilt. Ihr Einsatz ist deutlich gefährlicher. Seit April 2013 sind 42 Blauhelmsoldaten getötet und 166 verletzt worden. Die Bundeswehr ist an diesem Einsatz namens Minusma mit sieben Soldaten im Hauptquartier in Bamako beteiligt.

dpa

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