Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt Bundeswehr übernimmt Kommando bei EU-Mission
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Bundeswehr übernimmt Kommando bei EU-Mission
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:43 28.07.2015
Verteidigungsministerin von der Leyen bleibt bis Dienstagabend in der Hauptstadt der westafrikanischen Republik Mali und trifft sich mit hochrangigen Politikern und Militärs. Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa
Anzeige
Bamako

In Anwesenheit von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen übernimmt die Bundeswehr am Dienstag das Kommando über die EU-Ausbildungsmission im westafrikanischen Mali. Der deutsche Brigadegeneral Franz Pfrengle wird den Einsatz mit rund 600 Soldaten aus 24 Ländern leiten. Darunter sind auch 160 Bundeswehrsoldaten.

Der Norden Malis war im Zuge eines Putsches 2012 ins Chaos gestürzt. Islamisten und Tuareg-Rebellen hatten in der Region die Macht an sich gerissen. Erst durch ein Eingreifen der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich im Januar 2013 konnte das Gebiet wieder weitgehend befreit werden.

Vor einem Monat schloss die Regierung mit den wichtigsten Rebellengruppen ein Friedensabkommen, in das nun große Hoffnungen gesetzt werden. Von der Leyen sprach am Montagabend nach ihren ersten Gesprächen in Mali von einer entscheidenden Phase auf dem Weg zu Frieden und Stabilität. "Wir wissen, was auf dem Spiel steht", sagte sie nach einem Treffen mit ihrem Amtskollegen Tiéman Hubert Coulibaly. "Denn wir können, wenn wir es schaffen, hier einen Stabilitätsanker entwickeln."

Die CDU-Politikerin verwies auch darauf, dass mehr Stabilität in Afrika die Flucht vieler Menschen nach Europa verhindern kann. "Nichts kann Menschen eher davon abhalten die lebensgefährliche Flucht nach Europa zu wagen, als die Tatsache, dass sie in ihren Heimatländern Perspektiven haben, eine Zukunft sehen", sagte sie.

Die Ausbildungsmission begann im Frühjahr 2013. Seitdem bildete die EU mehr als 5000 malische Soldaten aus. Derzeit hat Spanien das Kommando über die Mission.

Daneben sind mehr als 10 000 UN-Blauhelmsoldaten und Polizisten aus mehr als 40 Ländern zur Friedenssicherung über das ganzen Land verteilt. Ihr Einsatz ist deutlich gefährlicher. Seit April 2013 sind 42 Blauhelmsoldaten getötet und 166 verletzt worden. Die Bundeswehr ist an diesem Einsatz namens Minusma mit sieben Soldaten im Hauptquartier in Bamako beteiligt.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Deutschland / Welt Nato-Botschafter treffen sich in der Türkei - Ernste Lage nach Terrorangriffen

Für ihr militärisches Vorgehen gegen die kurdische Arbeiterpartei PKK und die Terrormiliz Islamischer Staat erntet die Türkei viel Kritik. Deutsche Politiker und UN-Chef Ban Ki Moon sind besorgt. Jetzt hat die Türkei um Beratung gebeten. Was kann Ankara von der Nato erwarten?

28.07.2015

Wegen gesundheitlicher Probleme musste Horst Seehofer einen Empfang in Bayreuth absagen. Er wurde vorsorglich in einer Klinik untersucht, blieb dort über Nacht. Am Montag nimmt er wieder wie üblich Termine wahr, anzumerken ist ihm nichts. Es gebe nichts von Belang, sagt er.

27.07.2015

Elsässer Bauern haben sich an der Grenze zu Deutschland postiert, Lastwagen mit Agrarprodukten lassen sie nicht durch. Ihr Protest richtet sich gegen sinkende Preise. Laut französischem Landwirtschaftsministerium stehen 20 000 Viehzüchter vor der Pleite.

27.07.2015
Anzeige