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13.000 neue Lehrerstellen für Flüchtlinge

Bundesweite Umfrage 13.000 neue Lehrerstellen für Flüchtlinge

Die Bundesländer haben seit Anfang 2015 insgesamt 13.254 Lehrerstellen für die Unterrichtung und Betreuung von Flüchtlingskindern geschaffen. Rund ein Drittel der Stellen sind noch unbesetzt.

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Flüchtlinge im Deutschunterricht (Symbolbild).

Quelle: Uwe Anspach/dpa

Berlin. Das ergab eine Umfrage des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND), zu dem die HAZ gehört: Die Angaben stammen von den Bildungsministerien der Länder.

Die mit Abstand meisten neuen Lehrer stellt Nordrhein-Westfalen ein. Das bevölkerungsreichste Bundesland hat bis zum Ende dieses Jahres Finanzmittel für 5766 zusätzliche Planstellen in den Haushalt aufgenommen. Das Kultusministerium in Düsseldorf geht auf Basis von Zahlen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) von 80.000 schulpflichtigen Flüchtlingskindern bis Ende 2016 aus. Bayern finanziert in diesem Jahr 1077 neue Stellen.

Baden-Württemberg hat bereits 639 neue Lehrkräfte eingestellt. Mecklenburg-Vorpommern beschäftigt 72 neue Lehrkräfte und rangiert damit am Ende aller Bundesländer. Während in Berlin , Sachsen und Sachsen-Anhalt 988 Stellen zeitlich befristet sind, erhalten alle anderen neu eingestellten Lehrkräfte unbefristete Arbeitsverträge.

Zurzeit werden 225.009 Schüler aus Flüchtlingsfamilien an allgemeinbildenden deutschen Schulen unterrichtet. Hinzu kommen Zehntausende Kinder aus Notunterkünften, die erst in den nächsten Wochen und Monaten in den Schulen ankommen werden. Erst nach der Zuweisung an eine Kommune besteht auch für sie die Schulpflicht.

Marlis Tepe, Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), forderte die Länder auf, ihre Anstrengungen zu verstärken. Zwar hätten die Länder flexibel auf die Herausforderungen reagiert. Damit jedoch die pädagogische Arbeit in Sprachlernklassen gelingen könne, dürften auf eine Lehrkraft höchstens zwölf Flüchtlingskinder kommen. "Von dieser Schüler-Lehrer-Relation sind die Länder noch ein gutes Stück weit weg", sagte die Gewerkschafterin.

RND

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