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Bus mit Flüchtlingen in Finnland attackiert

Asylzentrum in Lahti Bus mit Flüchtlingen in Finnland attackiert

Ein paar Dutzend Demonstranten haben in der Nacht zum Freitag einen Bus mit knapp 50 neu angekommenen Flüchtlingen in Südfinnland attackiert. Einige warfen in der Nähe eines neu eingerichteten Asylzentrums in Lahti mit Steinen und Feuerwerkskörpern auf den Bus.

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Flüchtlingsunterkunft in Finnland.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Lahti . Unter den Flüchtlingen waren viele Familien mit Kindern. Verletzt wurde niemand. "Es scheint so, als habe es sich vor allem um Anwohner gehandelt", sagte Polizeiinspektor Pekka Kokkonen der Deutschen Presse-Agentur. "Die meisten waren betrunken, und sie sind dorthin gekommen, nachdem sie in der Zeitung gelesen hatten, dass Asylbewerber ankommen sollten."

Die Polizei untersucht, ob eine Gruppe hinter der Aktion steckt. Einer der Demonstranten trug ein Outfit im Stil des Ku Klux Klans. Zwei mussten laut dem Fernsehsender YLE Strafen für das Werfen von Feuerwerkskörpern zahlen.

Die finnische Regierung verurteilte den Angriff. Drohungen und Gewalt gegen Asylbewerber und Migranten seien höchstverwerflich, schrieb der liberale Ministerpräsident Juha Sipilä auf Twitter. Außenminister Timo Soini, Chef der Populisten, sagte YLE: "Wir können in der Einwanderungspolitik unterschiedlicher Meinung sein, aber wir dürfen nicht auf Maßnahmen und Kanäle zurückgreifen, die zu Hass führen."

Der Bus hatte die Flüchtlinge aus Tornio im Norden des Landes gebracht, worüber die meisten Menschen in den vergangenen Wochen Finnland erreicht hatten. Bis zum Mittwoch sind in diesem Jahr 14 000 Asylbewerber in Finnland angekommen. 2014 waren es 3600.

dpa

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