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Junge Union will die Rente mit 70

Längere Arbeitszeit Junge Union will die Rente mit 70

Die CDU-Nachwuchsorganisation Junge Union will das Renteneintrittsalter langsam von 67 auf 70 Jahre erhöhen. Dies soll vom Jahr 2030 an passieren. Damit soll nach Ansicht der Jungen Union ein weiteres Absenken des Rentenniveaus vermieden werden.

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Quelle: dpa/Symbolbild

Berlin. "Um das Rentenniveau künftig nicht so weit absenken zu müssen, dass immer weniger Menschen davon leben können, sollten wir das Renteneintrittsalter an die steigende Lebenserwartung koppeln", sagte der JU-Vorsitzende Paul Ziemiak der "Rheinischen Post".

Dies hätte nach seiner Einschätzung nur einen moderaten Anstieg des gesetzlichen Renteneintrittsalters zur Folge. "Der Jahrgang 1985, dem ich angehöre, müsste bis zum Alter von 67,5 Jahren erwerbstätig bleiben. Ein Renteneintrittsalter von 70 Jahren würden wir erst im Jahr 2100 erreichen."

Auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte sich am Mittwochabend für einen späteren Rentenbeginn in Deutschland ausgesprochen. Er glaube, es sei relativ sinnvoll, die Lebensarbeitszeit und die Lebenserwartung in einen fast automatischen Zusammenhang auch in der Rentenformel zu bringen. Die Altersgrenze sollte auch stärker flexibilisiert werden. "Wir müssen uns auf die demografische Entwicklung vorbereiten", um die sozialen Sicherungssysteme zu stabilisieren, sagte Schäuble.

Nahles gegen späteren Rentenbeginn

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) lehnt die Forderung von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) nach einem späteren Rentenbeginn ab. "Das ist kein abgestimmter Vorschlag der Bundesregierung", sagte eine Sprecherin ihres Ministeriums am Donnerstag in Berlin. "Das steht nicht zur Debatte."

Nahles will ein umfassendes Konzept zur Zukunft der Rente vorlegen, wie sie der Deutschen Presse-Agentur gesagt hatte. Darin will sie auch die demografische Entwicklung berücksichtigen.

dpa

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