Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt CDU reagiert auf Wahlerfolge der AfD
Nachrichten Politik Deutschland / Welt CDU reagiert auf Wahlerfolge der AfD
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:25 03.05.2016
Will stärker auf Wähler rechts von der politischen Mitte zugehen: Angela Merkel. Quelle: dpa
Anzeige
Berlin

Angesichts der Wahlerfolge der AfD hat sich CDU-Chefin Angela Merkel nach einem Zeitungsbericht dafür ausgesprochen, dass die Union verstärkt auch auf konservative Wähler rechts von der politischen Mitte zugeht. Das schreibt die "Bild"-Zeitung (Dienstagsausgabe) unter Berufung auf Teilnehmer der Präsidiumssitzung am Montag.

Zugleich habe Merkel auch eine neue Strategie im Umgang mit der AfD angeregt, hieß es laut Teilnehmern. Es sei nicht sinnvoll, auf die AfD und ihre Wähler immer nur einzuprügeln. Das schaffe nur Solidarisierungseffekte, erklärte Merkel demnach.

Klöckner: "AfD nicht beschimpfen"

Auch CDU-Vize-Chefin Julia Klöckner äußerte sich zum Umgang mit der AfD. "Wir sollten nicht dazu übergehen, die AfD zu ignorieren oder zu beschimpfen", sagte Klöckner der "Rheinischen Post" (Dienstagausgabe). "Wir müssen heikle Themen offen erklären und diskutieren, um so AfD-Wähler mit Argumenten zurückzuholen", betonte die CDU-Politikerin. Zugleich machte sie deutlich, dass die AfD "kein Partner" für die CDU sei.

CDU-Generalsekretär Peter Tauber hatte die AfD am Montag nach ihrem Parteitag als rückwärtsgewandte und autoritäre Partei kritisiert. Das auf dem AfD-Parteitag Diskutierte sei "nicht konservativ, ist nicht patriotisch, ist nicht freiheitlich, sondern ist vor allem reaktionär und autoritär", sagte Tauber.

Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt am 13. März hatte die AfD aus dem Stand jeweils zweistellige Ergebnisse erzielt und die Altparteien in Bedrängnis gebracht.

dpa/zys

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Angesichts der Terrorgefahr fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft eine Aufhebung des historisch begründeten Trennungsgebotes zwischen Verfassungsschutz und Polizei.

02.05.2016

Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen warnt vor konkreten Anschlagsplänen von mindestens vier potenziellen IS-Terroristen. Die Polizeigewerkschaft fordert unterdessen, die Trennung zwischen Polizei und Nachrichtendiensten aufzuheben.

05.05.2016
Deutschland / Welt "Verhandlungen sind gescheitert" - Jusos: Gabriel soll TTIP platzen lassen

Die Vorsitzende der Jungsozialisten, Johanna Uekermann, hat Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel aufgefordert, das Freihandelsabkommen TTIP platzen zu lassen. Unionsfraktionschef Volker Kauder verlangt dagegen ein Bekenntnis der SPD zu TTIP.

02.05.2016
Anzeige