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Giousouf: Burkaverbot bietet nicht mehr Sicherheit

Integrationsbeauftragte der Unionsfraktion Giousouf: Burkaverbot bietet nicht mehr Sicherheit

In der CDU gibt es Widerspruch zu Forderungen aus der Unionsspitze, die Burka in Deutschland zu verbieten. Cemile Giousouf, Integrationsbeauftragte der Bundestgsfraktion, sagt: Ein Burkaverbot bietet nicht mehr Sicherheit.

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„Ich bin gegen die Burka, aber sie ist nicht das Kernproblem", sagt Cemile Giousouf, Integrationsbeauftragte der Unionsfraktion.

Quelle: Lukas Schulze/dpa

Berlin. „Die Praxis in Frankreich zeigt, dass ein Burkaverbot nicht mehr Sicherheit bietet“, sagte die Integrationsbeauftragte der Unionsfraktion im Bundestag, Cemile Giousouf, den Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland, zu denen die HAZ gehört. „Ich bin gegen die Burka, aber sie ist nicht das Kernproblem, sondern ein extremistisches Religionsverständnis.“ Dessen Ursachen müsse man bekämpfen, forderte die CDU-Abgeordnete. „Wir sollten unsere Energie in mehr Sicherheits- und Präventionsmaßnahmen und Bildung stecken.“ Vor einer Woche hatten die Landesinnenminister der Union in einer „Berliner Erklärung“ zur Sicherheitspolitik gefordert, die Burka in Deutschland zu verbieten.

Giousouf widerspricht auch ihrem Parteikollegen Jens Spahn, der Muslimen eine verklemmte Sexualmoral vorwirft und zum Nacktduschen im Fitnessstudio rät. „Zur Freiheit in Deutschland gehört, dass jeder selbst entscheiden kann, wie er duscht. Die Basis unseres Zusammenlebens ist unser Grundgesetz. Das sollten wir auch als Abgeordnete vermitteln“, sagte Giousouf. Andernfalls werde die Entfremdung zwischen Einwanderern und Mehrheitsgesellschaft zunehmen. Solange deutsche Parteien den Migranten kein Zugehörigkeitsgefühl vermittelten, hätten es Politiker wie Erdogan oder Putin leicht, sie für sich einzunehmen.

Cemile Giousouf (38) ist Integrationsbeauftragte der Unionsfraktion. Die Politologin aus Hagen war die erste muslimische CDU-Direktkandidatin für den Bundestag.

RND

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