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China meldet „Durchbruch“ bei Atomtechnologie

Kernenergie China meldet „Durchbruch“ bei Atomtechnologie

China verfolgt einen massiven Ausbau der Kernenergie. Nirgendwo sonst sind so viele Atommeiler im Bau. Bei der Wiederaufarbeitung von Brennelementen verkündet China nun bahnbrechende Fortschritte, die eine lange Atom-Zukunft sichern sollen. Viele Fragen sind aber offen.

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Quelle: ap

China hat nach eigenen Angaben einen „Durchbruch“ bei der Wiederaufarbeitung von Atommüll erzielt, um so die Versorgung seiner Kernkraftwerke mit Brennelementen langfristig zu sichern. Dies berichtete am Montag das chinesische Staatsfernsehen. Bei der Wiederaufarbeitung wird das für die Kernenergieerzeugung notwendige Plutonium und Uran aus abgebrannten Kernbrennstoffen gewonnen.

Der jetzige „Durchbruch“ sei nach 24 Jahren Forschung erzielt worden, berichtete das Staatsfernsehen. Mit der neuen Technologie reichten die in China entdeckten Uran-Bestände „bis zu 3000 Jahre“ - im Gegensatz zu den bisher veranschlagten 50 bis 70 Jahren, hieß es in dem Bericht. Deren Nutzung werde durch die neue Technologie “60 mal effizienter“. Konkrete Details wurden aber nicht bekannt.

China ist besorgt über die langfristige Brennstoffversorgung seines ambitionierten Atomkraftprogramms, das massiv ausgebaut werden soll, um den steigenden Stromverbrauch seiner schnell wachsenden Wirtschaft zu sichern. Es setzt dabei langfristig auf das Konzept eines Brennstoffkreislaufs über Wiederaufarbeitungsanlagen.

Die schwierige Technik wird bisher nur in Frankreich, Großbritannien, Russland, Japan und Indien angewandt. Deutschland, das einen Ausstieg aus der Atomenergie verfolgt, hatte sich bewusst dagegen entschieden. China baut derzeit mit russischer, französischer und britischer Hilfe seine erste eigene Wiederaufarbeitungsanlage.

Ungewöhnlich war aber, dass die Erfolgsmeldung zunächst nur im Staatsfernsehen lief, aber nicht über die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua, die sonst gewöhnlich technische Fortschritte verkündet.

Die Anlage sei allein von chinesischen Technikern gebaut worden, hieß es. „Sie ist zu 100 Prozent original“, sagte Wang Jian, Chefingenieur des Wiederaufarbeitungsprojekts der China National Nuclear Cooperation (CNNC), dem Staatsfernsehen.

„Durch eine Reihe chemischer Prozesse müssen wir abgebrannten Kernbrennstoff während der Erhitzungsphase wieder aufarbeiten, um sowohl den wiederverwertbaren Teil des verbrannten Materials als auch den neu erzeugten Teil zu gewinnen“, betonte Wang Jian.

Das bevölkerungsreichste Land der Erde ist heute nicht nur der größte Kohleverbraucher, sondern auch der weltgrößte Energiekonsument und Klimasünder. In keinem anderen Land werden heute so viele neue Atomkraftwerk gebaut. 12 Atomeiler sind in Betrieb, 24 im Bau, weitere geplant. Bis 2020 will Peking die Kapazitäten verachtfachen. Dann sollen sechs Prozent von Chinas Strom aus der Kernkraft kommen.

dpa

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