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"Deutschland kann kein arabisches Land werden"

Dalai Lama über Flüchtlinge "Deutschland kann kein arabisches Land werden"

Der Dalai Lama sieht Grenzen für die Aufnahme von Flüchtlingen in Europa. Den Menschen müsse geholfen werden. "Andererseits sind es mittlerweile zu viele", sagte das geistige Oberhaupt der Tibeter.

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Der Dalai Lama zur Flüchtlingskrise: Es seien so viele Menschen geflohen, dass es schwierig werde, alle aufzunehmen.

Quelle: Boris Roessler/dpa

Berlin. "Wenn wir in das Gesicht jedes einzelnen Flüchtlings schauen, besonders bei den Kindern und Frauen, spüren wir ihr Leid", sagte das geistige Oberhaupt der Tibeter i n einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Ein Mensch, dem es etwas besser geht, hat die Verantwortung, ihnen zu helfen. Andererseits sind es mittlerweile zu viele." Und weiter: "Europa, zum Beispiel Deutschland, kann kein arabisches Land werden. Deutschland ist Deutschland." Mittlerweile seien so viele Flüchtlinge angekommen, "dass es in der Praxis schwierig ist".

"Auch moralisch gesehen finde ich, dass diese Flüchtlinge nur vorübergehend aufgenommen werden sollten", so der 80-Jährige, der im indischen Exil lebt. "Das Ziel sollte sein, dass sie zurückkehren und beim Wiederaufbau ihrer eigenen Länder mithelfen."

"Bösartige Leute gibt es auch bei den Christen"

Angesprochen auf zunehmend islamfeindliche Stimmung in Europa warnte der Buddhist davor, alle Muslime über einen Kamm zu scheren. "Es sind muslimische Individuen und kleine Gruppen, die sich in ihren eigenen Ländern gegenseitig umbringen. Schiiten, Sunniten. Sie repräsentieren nicht den gesamten Islam und nicht alle Muslime", sagte er.

"Die Liebe ist bei jeder Religion die Kernbotschaft, auch im Islam. Bösartige Leute gibt es auch bei den Buddhisten, den Christen, den Juden und den Hindus. Nur aufgrund von einigen traurigen Ereignissen, die von einer kleinen Zahl Muslime ausgehen, sollten wir nicht die gesamte muslimische Welt verurteilen."

dpa/RND

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