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Das sind Kim Jong-uns Fluchtwege

Von Nordkorea nach China Das sind Kim Jong-uns Fluchtwege

Wieso nicht in einer Blitzaktion in Nordkorea einmarschieren, Diktator Un aufspüren und den ständig stärker anschwellenden Atomkonflikt schlagartig beenden? Ein Gedanken, den auch Präsident Donald Trump gehabt haben könnte. Doch die CIA wird ihn eines besseren belehrt haben. Kim Jong-Un hat Fluchtwege – teils hunderte Meter tief.

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Der nordkoreanische Diktator Kim Jong-un.
 

Quelle: AP

Pjöngjang.  Nordkoreas Machthaber hat vorgesorgt. Sollte sein Land von den USA angegriffen werden, verschwindet er im Untergrund – nicht etwa im politischen Untergrund, sondern wortwörtlich in der Erde. Der britische „Express“ hat Geheimdienstinformationen veröffentlicht, aus denen klar werden soll: Wenn Nordkorea unter Beschuss steht, würde Un mit wenigen Vertrauten aus seinem Land gen Norden verschwinden – nach China. Über ein unterirdisches Tunnel-, Bunker- und Eisenbahnnetz werde der Diktator sicher aus der Hauptstadt Pjöngjang gebracht. Seinen Krieg gegen die USA soll er dann von chinesischem Boden aus leiten. So zumindest der angebliche Plan Kim Jong-uns.

Die Details des strenggeheimen Fluchtplans wurden von Thae Yong-ho an den britischen Geheimdienst MI5 und den amerikanischen Geheimdienst CIA weitergegeben. Er ist der frühere Vize-Botschafter Nordkoreas in Großbritannien. Einst gehörte er zum engsten Kreis Uns, vergangenes Jahr lief er in den Westen über.

In welcher Tiefe sich Eisenbahnnetz, Autotunnel und Bunker in Nordkorea befinden, soll sich nur schätzen lassen. Diejenigen, die die Anlagen schon besucht haben, berichten von bis zu 500 Metern Gestein, dass sich über einem befindet, wenn man in Uns geheimes unterirdisches Netz absteigt. Mit Limousinen, Zügen und Fahrstühlen gehe es immer tiefer in den Boden, werden die übergelaufenen Informanten in der „Welt am Sonntag“ zitiert.

Baupläne der Anlage habe noch keiner der Informanten gesehen – an ihren Aussagen müsse man deswegen aber nicht zweifeln. Sie kommen aus dem innersten Kreis Pjöngjangs: ZK-Sekretär Hwang Jang-yop berichtete schon vor gut 30 Jahren als erster von dem ausgeklügelten Tunnelsystem. Auch der Sohn von Marshall O, dem Pflegekind von Staatsgründer Kim Il-sung, steuerte Informationen bei. Er lebt seit 2004 in den USA. Wichtige Informationen kommen auch von geflohenen Leibwächtern oder Militärs. Beinah alle Paläste des Kim-Clans in und um Pjöngjang sollen an das Tunnelsystem angeschlossen sein. Und auch ein sogenannter „Luxus-Bunker“ sei hergerichtet. Angeblich soll sich Kim Jong-un seit Wochen dort befinden – geschützt vor einem möglichen amerikanischen Erstschlag.

Doch nicht nur Zeugenberichte untermauern die Annahme der ausgeklügelten unterirdischen Infrastruktur des Kim-Clans. So sollen an den Bahnhöfen Taegwan und Yongwon Gleise in nahegelegene Berge verlaufen, die nirgends wieder herauskämen. Taegwan könne Uns letzter Fluchtabschnitt sein. So soll von dort aus ein Tunnel unter dem Grenzfluss Yalu nach China entlang führen. Eine mögliche Bestätigung dafür liegt nur 700 Meter weit weg vom Flussbett. Dort kommen Gleise aus einem Berg – unklar woher.

Geprobt hat Trump den Kampf gegen Nordkorea vor wenigen Tagen. Am Donnerstag hat der US-Präsident während einer Übung gezielt ein enges Tal in Südkorea bombardiert. Präzisionsbomben bohrten sich tief in das Gestein bevor sie detonierten. Er wollte Un demonstrieren, dass die USA auch Angriffe gegen unterirdische Infrastruktur fliegen könnten. Dabei gibt es nur einen Haken. Die stärkste konventionelle Tiefenbombe der USA ist 14 Tonnen schwer und kann Ziele in bis zu 60 Metern Tiefe erreichen. Die Präzisionsraketen die Trump bei der Übung in Südkorea einsetzen ließ kommen lediglich zehn Meter tief.

Von fw/RND

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