Navigation:
HAZ-Shop AboPlus Online-ServiceCenter
Innenpolitik

De Maiziere: Wir können nicht gegen jede Gefahr ein Gesetz machen


Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) will in seinem Ressort neue Schwerpunkte setzen. Er sehe sich nicht nur als Sicherheits- oder Polizeiminister, sondern als ein Minister, der sich um alles kümmert, „was unser Land im Innersten zusammenhält“.
Will neue Schwerpunkte setzen: Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU).

Will neue Schwerpunkte setzen: Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU).

© ddp (Archiv)

Dies sagte de Maizière der „Süddeutschen Zeitung“ (Sonnabendausgabe). Seine Aufgabe sei es, die Dinge zusammenzuführen. „Ich bin für den inneren Zusammenhalt mitverantwortlich“, betonte er, „so verstehe ich mein Amt.“

Mit Blick auf die Anti-Terror-Gesetzgebung sagte der CDU-Politiker, er könne nicht „zur Vorbeugung gegen jede Gefahr ein Gesetz machen“. Er wolle raus „aus den alten Lagern“. Mit dem Begriff „innere Sicherheit“ könne er wenig anfangen. „Mir gefällt ’innerer Friede’ und ’öffentliche Sicherheit’ besser.“

Ein Scheitern von Gesetzesvorhaben wiege in seinem Ressort besonders schwer, sagte de Maizière. „Passiert es einem Innenminister, etwas zu fordern und anzukündigen, was für die öffentliche Sicherheit sehr wichtig ist, er es aber politisch nicht durchsetzt, dann kann das negative Auswirkungen auf das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung haben.“ Ein Innenminister müsse seine Vorhaben daher besonders gut vorbereiten. „Man darf nicht gegen eine Wand laufen.“

Zugleich warnte er die FDP vor der Erwartung, sie könne Lockerungen der Anti-Terror-Gesetze im Streit durchsetzen. „Wenn wir uns nicht einigen, gibt es keine Veränderungen“, sagte de Maizière.

ddp

Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel
Anzeige

Politik kompakt

Aus meinem Papierkorb

Michael B. Berger blickt am Ende jeder Woche in seinen (virtuellen) Papierkorb – und erzählt die Nachrichten, die liegen geblieben sind, aber doch Beachtung finden sollten.

Michael B. Berger blickt am Ende jeder Woche in seinen (virtuellen) Papierkorb – und erzählt die Nachrichten, die liegen geblieben sind, aber doch Beachtung finden sollten.

Testen Sie Ihr Wissen

Madsack im Gespräch

Das Madsack-Hauptstadtstudio.

Unsere Redakteure im Hauptstadtbüro führen TV-Interviews mit Menschen, die etwas zu sagen haben.

Angst vor Austritt
Foto: Die Angst vor dem Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone belastet die europöäische Währung.

Auch an den Devisenmärkten wächst die Sorge um einen möglichen Euroaustritt Griechenlands. Anleger flüchten in sichere Häfen, der Euro geht auf Talfahrt. Wann und wo diese endet, hängt nicht zuletzt vom Ausgang der Wahlen in Griechenland ab - und vom Erfolg der Brandmauern.

Anzeige


Top