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Muslime beklagen Generalverdacht gegen Islam

Messerattacke von Grafing Muslime beklagen Generalverdacht gegen Islam

Nach der Messerattacke von Grafing wurde schnell ein islamistischer Hintergrund vermutet. Der Zentralrat der Muslime in Deutschland ist darüber besorgt. Der Islam werde unter Generalverdacht gestellt, kritisiert der Vorsitzende Aiman Mazyek.

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Der Islam werde unter Generalverdacht gestellt, beklagt der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek (Archivbild), nach der Messerattacke von Grafing beklagt

Quelle: Oliver Berg/dpa

Berlin. "Wir haben es mal wieder mit einer reflexartigen Begründung eines Gewaltdelikts mit dem Islam zu tun", sagte Mazyek dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), zu dem die HAZ gehört. "Das ist eine Begründung, die doppelt falsch ist. Denn erstens rechtfertigt die Religion niemals Gewalt, und zweitens dient diese Erklärung keinerlei sachdienlicher Aufklärung", sagte Mazyek dem RND. "Dieses einseitige Erklärungsmuster verstärkt das Feindbild Islam."

Ein offenbar psychisch kranker Amokläufer hatte am Dienstag am Bahnhof in Grafing nahe München einen Fahrgast erstochen und drei Männer verletzt. Ein Opfer schwebte am Dienstagmittag noch in Lebensgefahr. Hinweise auf einen islamistischen Hintergrund der Tat bestätigten sich zunächst nicht.

RND

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