Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Deutsche Rüstungsexporte steigen um 59 Prozent

Deal mit Ägypten Deutsche Rüstungsexporte steigen um 59 Prozent

Deutschland gehört weiter zu den größten Rüstungsexporteuren der Welt. Wirtschaftsminister Gabriel will nun gerade bei Lieferungen an Staaten außerhalb von EU und Nato genau hinschauen. Trotzdem laufen die Geschäfte für die deutschen Unternehmen weiter gut.

Voriger Artikel
Gericht erlaubt Hogesa-Demo in Köln
Nächster Artikel
Assad trifft Putin in Moskau

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel hatte im Februar ThyssenKrupp Marine Systems die Herstellungsgenehmigung für den Deal mit Ägypten erteilt.

Quelle: dpa

Berlin. Die deutschen Rüstungsexporte haben im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 59 Prozent zugenommen. Das Kabinett beschloss am Mittwoch einen Bericht, der die Zunahme vor allem auf zwei große Geschäfte mit Großbritannien und Israel zurückführt. Ein weiterer Mega-Deal scheint unter Dach und Fach zu sein: Ägypten erwartet die Lieferung von vier deutschen U-Booten im nächsten Jahr. Es würden bereits ägyptische Experten für die Bedienung der Boote in Deutschland ausgebildet, sagte Marine-Chef Osama Munir Rabie der staatlichen ägyptischen Zeitung "Al-Ahram".

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel hatte im Februar ThyssenKrupp Marine Systems die Herstellungsgenehmigung erteilt. Die von der Regierung genehmigten Exporte hatten im ersten Halbjahr einen Wert von 3,5 Milliarden Euro. Der Anteil der besonders umstrittenen Exporte in Drittländer außerhalb von Nato und EU sank von 63,5 auf 48,5 Prozent. Wichtigste Abnehmer unter den Drittländern waren Israel mit 391 Millionen Euro - vor allem wegen eines U-Boot-Kaufs - Saudi-Arabien mit 179 Millionen und Algerien mit 171 Millionen Euro. Die Genehmigungen für Exporte für Kleinwaffen gingen von 21,3 Millionen im ersten Halbjahr 2014 auf 12,4 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres deutlich zurück.

Das ist der geringste Wert seit 15 Jahren. Vizekanzler Gabriel hatte zu Beginn seiner Amtszeit vor zwei Jahren eine strenge Auslegung der Rüstungsexportrichtlinien angekündigt. Im vergangenen Jahr sanken die Exportgenehmigungen auch deutlich. Im Halbjahresbericht betont das Ministerium nun: "Die Höhe der Genehmigungszahlen allein erlaubt keinen Rückschluss der Rüstungsexportpolitik der Bundesregierung." Einzelne Großaufträge könnten erhebliche Schwankungen bewirken. Die Opposition wirft Gabriel vor, sein Wort nicht zu halten.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Deutschland / Welt

Die Wahl ist entschieden: Donald Trump wird der 45. Präsident der USA. Auf unserer Themenseite finden Sie aktuelle Berichte, Analysen und Hintergrundinformationen zur Wahl des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. mehr

CDU-Parteitag in Hameln

Zum Landesparteitag der niedersächsischen CDU in Hameln haben sich rund 450 Delegierte versammelt, um über einen Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2018 zu entscheiden. Sie nominierten einstimmig Bernd Althusmann.

Die Karikatur des Tages

So sehen unsere Karikaturisten die Welt.