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Deutsche Touristen von Taliban beschossen

Afghanistan Deutsche Touristen von Taliban beschossen

Mutmaßliche Taliban-Kämpfer haben in Afghanistan eine Gruppe von Touristen beschossen - darunter auch Deutsche. Sechs Menschen sollen bei dem Angriff verletzt worden sein. Die Armee hat mehrere Taliban-Kämpfer erschossen.

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Auf dem Weg nach Herat geriet eine Gruppe ausländischer Touristen unter Beschuss.

Quelle: dpa

Kabul. Eine Gruppe ausländischer Touristen, darunter nach afghanischen Armeeangaben einige Deutsche, ist in der westlichen Provinz Herat von Taliban beschossen worden. Fünf der insgesamt elf Touristen seien beim Angriff im Bezirk Chescht-e Scharif leicht verletzt worden, sagte der Sprecher des Gouverneurspalasts, Dschilani Farhad. Medien hatten zuvor berichtet, es könnte bis zu zehn Tote gegeben haben.

Die Touristen hatten nach Angaben der Behörden eine Armeeeskorte bei sich. Der Sprecher des 207. Korps der Armee, Nadschibullah Nadschibi, sprach von "fünf Frauen und sechs Männern, einige Amerikaner, einige Deutsche und andere". Die deutsche Botschaft in Kabul war für eine Bestätigung zunächst nicht zu erreichen.

Taliban-Kämpfer von Armee getötet

Die Armee und die Provinzregierung von Herat machten die radikalislamischen Taliban für den Angriff verantwortlich. Mehrere Taliban-Kämpfer seien von den Einsatzkräften getötet worden, sagte ein Sprecher des Gouverneurs von Herat. Die Extremisten bekannten sich jedoch zunächst nicht zu der Tat. Die Taliban hatten ihre Angriffe im Zuge ihrer "Sommeroffensive" zuletzt wieder ausgeweitet.

Die Gruppe war den Angaben zufolge auf dem Weg nach Herat-Stadt. Zuvor hätten sie die Provinz Ghor besucht. Unklar blieb, wieso die Touristen Ghor besucht hatten. Dort steht am Ufer des Flusses Harirud ein berühmtes Minarett aus dem 12. Jahrhundert, das Minarett von Dscham. Allerdings gilt die sehr arme Provinz Ghor als notorisch unsicher und wird selbst von im Land lebenden und arbeitenden Ausländern nur sehr selten besucht. Die Provinz und die Stadt Herat sind reich an Sehenswürdigkeiten. Der sowieso eher spärliche Tourismus in Afghanistan war aber schon vor Jahren mit der steigenden Gewalt im Land eingebrochen.

dpa/afp/RND

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