Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt Deutschland wird für zwei Jahre in UN-Sicherheitsrat gewählt
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Deutschland wird für zwei Jahre in UN-Sicherheitsrat gewählt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:27 08.06.2018
Der UN-Sicherheitsrat in New York Quelle: dpa
New York

Deutschland sitzt in den Jahren 2019 und 2020 wieder als nicht-ständiges Mitglied im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. 184 der insgesamt 193 UN-Mitgliedstaaten stimmten am Freitag dafür, die Bundesrepublik für zwei Jahre in das mächtigste Gremium der Weltorganisation aufzunehmen.

Die Wahl galt als ziemlich sicher, nachdem Deutschlands einziger Konkurrent Israel seine Kandidatur für den frei werdenden Sitz im Mai zurückgezogen hatte.

Kein Veto-Recht für nicht-ständige Mitglieder

Auf die weiteren vier frei werdenden Sitze wurden Belgien, Südafrika, die Dominikanische Republik und Indonesien gewählt, die mit Ausnahme Indonesiens ebenfalls konkurrenzlos kandidierten. Diese Länder und Deutschland nehmen ab 1. Januar 2019 an allen Ratssitzungen teil, stimmen über Resolutionen ab und können sich dort mit eigenen Beiträgen und Anträgen einbringen. Ein Vetorecht besitzen sie anders als die ständigen, sogenannten P5-Staaten - USA, Großbritannien, Frankreich, Russland und China - allerdings nicht.

Schwerpunkt auf Krisenprävention und Menschenrechte

Die Bundesrepublik saß bereits fünfmal im mächtigsten UN-Gremium, die DDR einmal. Vertreten wird Deutschland derzeit durch UN-Botschafter Christoph Heusgen, der Schwerpunkte im Bereich Krisenprävention und Menschenrechte setzen will. Wichtige Themen im Rat sind der Krieg in Syrien sowie die Konflikte in Libyen und im Jemen. Auch der Ukraine-Konflikt könnte mit der deutschen Ratsmitgliedschaft wieder in den Fokus rücken. Zum regulären UN-Budget sowie zu den weltweiten Friedenseinsätzen zahlt Deutschland nach den USA, Japan und China jeweils den größten Beitrag.

Die fünf Sitze für die Jahre 2019 und 2020 werden frei, weil Schweden und die Niederlande sowie Äthiopien, Bolivien und Kasachstan zum Jahresende ausscheiden.

Von RND/dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Nato hat schon bessere Tage erlebt. Beim Treffen der Verteidigungsminister der Allianz in Brüssel gab es zwar große Pläne, doch ein überraschendes Bekenntnis des Generalsekretärs machte klar, wo das Bündnis wirklich steht: vor vielen Problemen.

08.06.2018

Marion Maréchal, Enkelin von Jean-Marie Le Pen, gilt als Nachwuchshoffnung der französischen Rechtsnationalen. Ihre derzeitige Politik-Auszeit nutzt sie, um sich zu positionieren: Sie gründete sie ein politisches Ausbildungs-Institut – und legte den zweiten Teil ihres Nachnamens, Le Pen, ab.

08.06.2018

Das Bundeslandwirtschaftsministerium plant neue Standards für freiwillige Fleisch-Kennzeichnung. Das geht aus einem aktuellen Eckpunktepapier hervor, das dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.

08.06.2018