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„Die Hilfe muss ausgedehnt werden!“

Hungersnot in Afrika „Die Hilfe muss ausgedehnt werden!“

Ein Flugzeug aus München sollte am Wochenende nach Afrika starten - doch das ist nach Ansicht der Hilfsorganisation Humedica aus Kaufbeuren noch viel zu wenig. „Die Katastrophe ist viel größer. Die Hilfe muss ausgedehnt werden“, sagte Geschäftsführer Wolfgang Groß am Samstag.

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Quelle: dpa

München/Nairobi. Der Charterflieger starte in Richtung der kenianischen Hauptstadt Nairobi, beladen mit rund 30 Tonnen Hilfsgütern der Organisation sowie einem Allradfahrzeug. „Das ist natürlich relativ wenig. Im Augenblick liegt das Hauptaugenmerk der Hilfe auf der Region Dadaab in Kenia“, sagte Groß, der selbst mitfliegen und sich ein Bild der Situation vor Ort machen wollte.

In einem Flüchtlingslager in Dadaab suchen derzeit vor allem rund 400 000 Menschen aus dem bürgerkriegsgebeutelten Somalia Zuflucht. Doch auch im Norden Kenias herrsche Dürre. Ein zweiter Hilfsflug werde daher bereits geplant. „In etwa einer Woche soll der zweite Flug starten und die Hilfsgüter dann in der nördlichen Region Turkana verteilt werden.“

An Bord der ersten Hilfsmaschine seien Milchpulver, Medikamente und vor allem Infusionen für eine sogenannte enterale Ernährung mit speziellen Nährstoffen. „Es handelt sich hierbei um Zusatznahrung, nicht um Grundnahrungsmittel. Weil die Menschen ausgetrocknet sind und feste Nahrung oft gar nicht bei sich behalten können, müssen sie zunächst künstlich ernährt werden.“

Rund 6000 Flaschen dieser Zusatznahrung seien bestellt worden, ein Mensch brauche meist mehrere dieser Flaschen, sagte Groß. „Schwer unterernährte Kinder müssen erst einmal wieder aufgepäppelt werden. Die Situation ist insgesamt nicht einfach.“

Die erste Hilfsladung von Humedica koste insgesamt zwischen 350 000 und 400 000 Euro, sagte Groß. Dafür habe Humedica auch Geld aus der Sternstunden-Spendenaktion des Bayerischen Rundfunks erhalten. „Die Spendenbereitschaft ist ähnlich hoch wie bei anderen Katastrophen. Das freut uns sehr.“ Das Geld setzte die Organisation dann beispielsweise für den Charterflug, den Kauf von Medikamenten oder den Transport der Hilfsgüter in Afrika ein. Angaben der Vereinten Nationen zufolge brauchen derzeit rund 11,5 Millionen Menschen am Horn von Afrika Nahrungshilfe.

dpa

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