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Deutschland / Welt Dieser Stimmzettel ist eineinhalb Meter breit
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Dieser Stimmzettel ist eineinhalb Meter breit
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02:15 05.03.2016
Von Sonja Fröhlich
"Sie haben 93 Stimmen!" ist auf einem Musterstimmzettel der Stadt Frankfurt am Main zu lesen.  Quelle: Alexander Heinl
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Frankfurt/Main

Grund dafür ist das hessische Wahlrecht, das seit 2001 bei Kommunalwahlen das Kumulieren und Panaschieren erlaubt. Beim Kumulieren können Wähler hinter jedem Kandidaten bis zu drei Kreuze machen. Das Panaschieren bietet die Möglichkeit, Kandidaten von mehreren Listen zu wählen. Zulässig ist auch das Streichen von Kandidaten. Aber noch nie war die Kandidatenliste in Hessens Metropolen so lang wie in diesem Jahr.

Klar ist: Für Frankfurt ist es der größte Stimmzettel, den dort je gab. Mit 60 Zentimetern Höhe und gut 1,50 Meter Breite ist er schon fast als Bettdecke geeignet. Ob der Riesenzettel, der den Wählern schon zum Üben als Muster zugesandt wurde, abschreckend wirken könnte? Dazu will sich das Frankfurter Wahlamt nicht äußern. Ob da überhaupt der Platz in der Wahlkabine reicht? Ja, wenn die Wähler die vorgesehene Falttechnik einhalten, erklärt Wahlamtsleiter Hans-Joachim Grochoki. Dann könne der Stimmzettel wie ein Buch auf- und durchgeblättert werden. Ansonsten droht das große Rascheln.

Und wen nun wählen? Bei weniger ambitionierten Wählern haben traditionell Bewerber mit Adelstiteln gute Chancen. Ein weiterer Trend soll das sogenannte Männerstreichen sein. Bis die Kandidaten in den Metropolen wissen, ob sie gestrichen wurden oder nicht, wird es außerdem dauern. Wahlamtsleiter Grochoki kündigte ein vorläufiges amtliches Endergebnis erst für Donnerstag nach der Wahl an.

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