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Trump ist offizieller Präsidentschaftskandidat

Nominierung der US-Republikaner Trump ist offizieller Präsidentschaftskandidat

Der millionenschwere Wahlkampf hat sich offenbar gelohnt: Donald Trump ist in der Nacht zu Mittwoch als offizieller Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner nominiert worden. "Ich bin so stolz, der Nominierte zu sein", sagte er per Videobotschaft.

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Donald Trump ist jetzt offizieller Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner.

Quelle: Michael Reynolds

Cleveland. Der Parteikonvent der US-Republikaner hat Donald Trump offiziell als Präsidentschaftskandidat nominiert. Nach einem beispiellosen Vorwahlkampf erreichte der politische Quereinsteiger in der Nacht zum Mittwoch in Cleveland in einer zeremoniellen Abstimmung die nötige Mehrheit der Delegierten.

Staat für Staat bestätigte in dem Zeremoniell lautstark, wie viele Delegierte er für Trump in die Waagschale wirft. Trump hatte bereits in den Vorwahlen aller Bundesstaaten die nötige Hürde von 1237 Delegierten genommen.

Insgesamt wurden in Cleveland 1725 Delegierte für Trump gezählt, 475 für Texas' Senator Ted Cruz, 120 für Ohios Gouverneur John Kasich, 114 für Floridas Senator Marco Rubio, 7 für den früheren Kinderchirurgen Ben Carson, 3 für Floridas Ex-Gouverneur Jeb Bush und 2 für Kentuckys Senator Rand Paul.

Entscheidende Stimmen aus New York

Die formal entscheidenden Stimmen in Cleveland kamen um 19.12 Uhr Ortszeit aus New York, dem Heimatstaat des Immobilienmilliardärs. Trumps Sohn Donald Jr. verkündete sie, die Halle brach in Jubel und Gesänge aus, ein großer Videowürfel blendete Feuerwerk ein.

Per Akklamation nominierte der Konvent kurz darauf Mike Pence, Gouverneur von Indiana, als Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten. Sein formales Ja wird in seiner Rede am Mittwochabend (Ortszeit) erwartet.

"Ich bin so stolz"

Trump muss die Nominierung am Donnerstag noch annehmen, eine Formsache. In einer Videobotschaft bedankte sich Trump beim Konvent. "Ich bin so stolz, der Nominierte zu sein", sagte er. Für die Präsidentenwahl am 8. November zeigte er sich zuversichtlich.

Der Vorsitzende des Abgeordnetenhauses, Paul Ryan, der Trump lange nicht unterstützen mochte, rief die Partei in der Nacht eindringlich zur Einigkeit auf. "Stehen wir zusammen, bleiben wir zusammen", rief er. "Einigkeit ist alles."

New Jerseys Gouverneur Chris Christie heizte den Konvent nochmals kräftig gegen Hillary Clinton auf. Auf die rhetorischen Fragen des ehemaligen Staatsanwalts Christie riefen die Delegierten wiederholt lautstark "Schuldig!" und "Sperrt sie ein!"

Clinton wird zu Trumps Erzfeind

Der zweite Tag des Konvents stand unter dem Motto "Make America Work Again". Außer Kritik an der Politik der demokratisch geführten US-Regierung boten die Republikaner dabei keine eigenen Lösungen an.

Trump tritt voraussichtlich gegen die frühere First Lady und Außenministerin Clinton an. Clintons Nominierung beim Parteitag der Demokraten wird in der kommenden Woche erwartet. Sie wurde in Cleveland zu einem Erzfeind aufgebaut.

Demonstrationen in Cleveland

In der Innenstadt von Cleveland kam es weiter zu Demonstrationen. Besonders auf dem Public Square, einem speziell als Protest-Ort ausgewiesenen Platz nahe der Parteitagsarena, gerieten am Dienstagnachmittag (Ortszeit) mehrere Gruppen mit einigen Dutzend Anhängern aneinander. Erst am Dienstag hatte einen Eklat auf dem Parteitag der US-Republikaner gegeben – Trump-Gegner und -Anhänger lieferten sich lautstarke Wortgefechte.

Beim Auftakt des Parteitags der US-Republikaner in Cleveland kommt es zu Tumulten. Innerparteiliche Gegner von Donald Trump starten einen letzten Versuch, seine Nominierung zu stoppen - doch sie scheitern. Am Ende bricht der Kandidat mit allen Regeln des US-Wahlkampfs - und überrascht mit einem Kurzauftritt.

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Nach Polizeiangaben vom Abend gab es bei den Protesten aber zunächst keine Festnahmen oder Verletzten. Als sich die Stimmung allmählich aufheizte, verhinderte die Polizei eine Eskalation.

Vor Beginn des bis Donnerstag dauernden Nominierungsparteitags hatte die Stadt massive Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, nachdem bei Attentaten Polizisten getötet und mehrere Afroamerikaner von Polizisten umgebracht worden waren. Aus mehreren Bundesstaaten waren Sicherheitskräfte angefordert worden. Cleveland hatte mit 5000 Polizisten für die 50 000 erwarteten Besucher geplant.

dpa/RND/are

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