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Trump legt sich mit der "Washington Post" an

Aus Verärgerung über Berichterstattung Trump legt sich mit der "Washington Post" an

"Unredlich","falsch","unglaublich fehlerhaft": Donald Trump hat der Zeitung "Washington Post" die Akkreditierung für seine Wahlkampagne entzogen. Der voraussichtliche Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner ist verärgert über Berichte im Zusammenhang mit dem Attentat in Orlando.

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Donald Trump hat keine Lust mehr auf die Zusammenarbeit mit dem "gemeinen Kerl" von der Washington Post.

Quelle: dpa

Washington. Aus Verärgerung über kritische Artikel hat der wahrscheinliche US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump die "Washington Post" von der Berichterstattung über seine Wahlkampfauftritte ausgeschlossen.

In einer Botschaft über die soziale Netzwerke Facebook und Twitter bezeichnete der Republikaner die renommierte Tageszeitung am Montag als "unehrlich und verlogen". Wegen ihrer "unglaublich fehlerhaften Berichterstattung" werde der Zeitung umgehend die Akkreditierung für seine Wahlkampfveranstaltungen entzogen.

Der Chefredakteur der "Washington Post", Martin Baron, wies die Anschuldigungen zurück und warf Trump einen "Verstoß gegen die Arbeit einer freien und unabhängigen Presse" vor. Seine Zeitung werde weiter über Trumps Wahlkampf berichten, "und zwar wie bisher: ehrlich, wahrhaftig, präzise, energisch und furchtlos".

Attacke gegen "Washington Post"-Reporter

Die Attacke von Trump ist nicht die erste gegen die Medien: Gerade in den vergangenen Wochen hatte der Kandidat vermehrt öffentlich über Journalisten gelästert. "Sie gehören zu den unehrlichsten Leuten, die ich je getroffen habe", sagte Trump etwa über politische Reporter bei einem Auftritt in New York Ende Mai. Auch die Washington Post bekam damals ihr Fett weg. Einen Vertreter der Zeitung beschimpfte er als "gemeinen Kerl, echt gemeinen Kerl".

Knapp zwei Wochen später ist das Tischtuch nun vollends zerschnitten. Trumps Wahlkampfzentrale legte der "Washington Post" in einer Erklärung zur Last, im Kampf um die Aufmerksamkeit der Leser ihre journalistische Integrität aufzugeben. "Wir fühlen uns nicht mehr verpflichtet, mit so einem Medienunternehmen zusammenzuarbeiten", heißt es in der Erklärung.

Aufhänger ist Orlando-Berichterstattung

Trump hatte in den vergangenen Monaten bereits anderen Medien die Akkreditierung entzogen, um sie von seinen Redeauftritten und Pressekonferenzen auszuschließen. Die Entscheidung vom Montag gegen die "Washington Post" war offenbar von deren aktueller Berichterstattung über Trumps Äußerungen zu dem Attentat in Orlando beeinflusst.

Trump hatte US-Präsident Barack Obama Nachlässigkeit im Umgang mit radikalen Islamisten vorgeworfen. Er sagte dabei: "Wir werden geführt von einem Mann, der entweder nicht hart ist oder nicht klug ist oder der etwas ganz anderes im Sinn hat."

Die "Washington Post" schrieb daraufhin, Trump habe "wiederholt den Anschein erweckt, er beschuldige Präsident Obama, mit radikalisierten Muslimen zu sympathisieren". Trump wiederum warf nun der "Washington Post" vor, sie unterstelle in ihrer Berichterstattung, dass er Obama eine Verwicklung in das Attentat von Orlando vorgeworfen habe. "Das ist traurig", schrieb Trump.

afp/dpa/RND/zys

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