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Für Trump ist Belgien "eine schöne Stadt"

US-Milliardär blamiert sich Für Trump ist Belgien "eine schöne Stadt"

War es ein Versprecher? Oder weiß es Donald Trump tatsächlich nicht besser? Der Milliardär hat Belgien als "schöne Stadt" bezeichnet. Über Deutschland sprach  er auch.

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Der voraussichtliche US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat sich mit einer geographischen Verwechslung blamiert.

Quelle: EPA/HERB SWANSON

Washington. Zugegeben, Belgien ist nicht sehr groß. Schon gar nicht aus Sicht eines Amerikaners. Aber es ist ein Staat. Und keine Stadt. Das müsste auch Donald Trump wissen – immerhin, war der voraussichtliche US-Präsidentschaftskandidat schon einmal dort. In Brüssel. Also auch in Belgien.

Trotzdem sagte der Republikaner am Mittwoch: "Belgien ist eine wunderschöne Stadt und ein herrlicher Ort – großartige Gebäude. Ich war mal dort, vor vielen, vielen Jahren." Hillary Clinton griff das Zitat auf und ätzte gegen ihren voraussichtlichen Konkurrenten ums Weiße Haus.

Belgien sei "ein elendes Loch"

Trump hatte eine Wahlkampfrede in Atlanta gehalten. Dabei sprach er auch über Europa und nannte "Belgien" ein warnendes Beispiel dafür, was passiere, wenn Flüchtlinge unkontrolliert ins Land gelassen würden – damit bezog er sich auf die Anschläge in der belgischen Hauptstadt im März.

Er habe immer dieses "unglaubliche Bild" von "Belgien" gehabt. Und nun sei "Belgien" ein "elendes Loch". So ähnlich hätte er sich schon einmal ausgedrückt – vor einigen Monaten. Damals hatte er allerdings Brüssel und nicht Belgien als "elendes Loch" beschrieben.

Trump attackiert Merkel

In seiner Rede am Mittwoch attackierte Trump auch wieder Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wegen ihrer Flüchtlingspolitik. Die Folgen seien eine "Katastrophe" für das Land, sagte er. Die Kriminalitätsrate in Deutschland gehe "durch die Decke".

Der Rechtspopulist sprach vage von "fürchterlichen Dingen", die in Deutschland geschähen. "Und schaut, was mit den Frauen passiert", sagte er, offenbar in Anspielung auf die Übergriffe in der Silvesternacht in Köln.

Freunde wandern angeblich aus

Trump erzählte, dass er Freunde in Deutschland habe, die ihm seit 20 Jahren berichtet hätten, was für ein großartiges Land zum Leben es sei. Einige dieser Freunde "verlassen das Land jetzt".

Der Immobilienmogul nannte Merkels Kurs einen "fürchterlichen Fehler". Nun bleibe abzuwarten, wie die Kanzlerin in der nächsten Wahl abschneide, "wenn es eine Wahl gibt und sie antritt".

Deutschland mit Frankreich verwechselt?

Er sei sich sicher, dass Deutschland, wenn es die Gelegenheit hätte, jetzt eine andere Politik machen und statt der Aufnahme im eigenen Land Schutzzonen für die Flüchtlinge in Syrien einrichten würde. "Alles ist billiger, und alles ist besser als das, was gerade in Deutschland und anderen Ländern geschieht," sagte Trump.

Der Rechtspopulist hatte die Kanzlerin bereits in den vergangenen Monaten mehrfach wegen ihrer Flüchtlingspolitik angegriffen. Er fordert, die Grenzen der USA für alle Muslime zu schließen.

Trump hatte aber auch schon einmal Länder und Städte vertauscht. Als im Januar in der französischen Hauptstadt Paris ein Mann eine Polizeiwache angegriffen hatte und von Polizisten erschossen wurde, twitterte Trump: "Deutschland ist ein totales Chaos – viel Kriminalität."

afp/RND/wer

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