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Trump entdeckt seine Liebe zur Umwelt

Umstrittener Umgang mit Klimawandel Trump entdeckt seine Liebe zur Umwelt

Über diesen Antrag dürften sich die Mitarbeiter des Bau- und Umweltsamtes im irischen Ennis verwundert die Augen reiben: Ausgerechnet Donald Trump will an der Atlantikküste eine Mauer errichten, um ein firmeneigenes Grundstück vor den Folgen des Klimawandels zu schützen. 

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Mal so, mal so: Donald Trump nutzt das Thema Klima wie es ihm gerade passt.

Quelle: dpa

Washington. Der New Yorker Geschäftsmann hatte vor zwei Jahren nahe des Dorfes Doonbeg eine Hotel-  und Golfanlage der gehobenen Klasse erworben und eine Gesamtinvestition von 40 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Die herbe Landschaft direkt am offenen Meer sollte wohlhabende Gäste aus ganz Europa anlocken.

Die eigentlich so traumhafte Lage könnte sich jedoch in Windeseile zum Albtraum entwickeln: Im vergangenen Jahr wurde der gesamte Küstenstreifen bei Doonbeg von mehreren schweren Stürmen heimgesucht. Nicht nur die Gebäude von Trumps Luxus-Resort litten unter den Unwettern, auch das Grundstück büßte ein: Örtliche Medien berichten, dass sich das Meer stellenweise um acht Meter in die Landschaft hineinfraß. Eine Entwicklung, die nach Einschätzung von Beobachtern in naher Zukunft noch bedrohlichere Züge annehmen könnte.

Ein Schutzwall gegen den Klimawandel

Um die Schäden in Grenzen zu halten, setzt Trump wieder einmal auf einen Mauerbau. Diesmal nicht gegen Flüchtlinge aus Mexiko, sondern als Schutz gegen Sturmfluten. Im Bauantrag, so berichtet das Magazin Politico, wird ausdrücklich auf die wachsenden Gefahren durch die Wetterkapriolen hingewiesen: Der Golfplatz sei vor allem durch den steigenden Meeresspiegel in Folge des Klimawandels bedroht. Abhilfe könne nur ein drei Kilometer langer und tonnenschwerer Schutzwall gewährleisten.

Dass der Präsidentschaftsbewerber den Klimawandel bisher wahlweise als großen Schwindel oder als chinesisches Machwerk bezeichnete, mit dem lediglich die amerikanische Industrie geschwächt werden soll, interessiert die Immobilienabteilung des Trump-Imperiums offenbar nicht. Sie dürfte einen ganz anderen Blick auf die Unternehmungen ihres berühmten Chefs haben: Insgesamt fünf Golfplätze des Trump-Konzerns liegen in Küstennähe. Sollen sie in absehbarer Zeit noch Bestand haben, wäre der Neupolitiker gut beraten, sich seriöser mit den Ursachen und den Folgen des Klimawandels zu beschäftigen.

Aber wer weiß: Vielleicht haben sich die Bauplaner und der Firmenchef hinter verschlossenen Türen auch genauestens abgesprochen? Im Interview mit dem TV-Sender CBS überraschte Trump die Zuschauer kürzlich mit der Behauptung: "Ich bin ein großer Umweltfreund. Für mein Engagement habe ich schon viele Preise gewonnen." 

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