Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt "Er tötete Terroristen. Er machte das gut."
Nachrichten Politik Deutschland / Welt "Er tötete Terroristen. Er machte das gut."
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:53 06.07.2016
Donald Trump hat den ehemaligen irakischen Diktator Saddam Hussein für effizientes Vorgehen gegen Terroristen gelobt. Quelle: Davis/Getty Images/AFP
Anzeige
Raleigh

Saddam Hussein wurde wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt, verurteilt und 2006 gehängt. Der ehemalige irakische Diktator soll für den Tod von Tausenden von Menschen verantwortlich sein. Trotzdem fand Donald Trump jetzt lobende Worte für Hussein.

"Er war ein Bösewicht – wirklich böse. Aber wissen sie was? Was er gut machte?", fragte Trump auf einer Wahlkampfveranstaltung im US-Bundesstaat North Carolina und gab dann selbst die Antwort.

Trump: "Sie waren Terroristen. Ende."

"Er tötete Terroristen. Er machte das wirklich gut. Er hat ihnen keine Rechtsbehelfsbelehrung gegeben. ... Sie waren Terroristen. Ende", meinte der voraussichtliche Präsidentschaftskandidat der Republikaner.

Und er fügte hinzu: Der Einmarsch amerikanischer Truppen 2003 habe das Land destabilisiert, sagte der weiter. Heute sei Irak ein "Harvard für Terrorismus".

Kritik von Republikanern und Demokraten

Nicht nur Trumps politische Gegner griffen die Aussagen sofort auf. "Er war einer der bösartigsten Menschen des 20. Jahrhunderts", sagte der Republikaner Paul Ryan in einem Interview mit dem Sender Fox News über Saddam Hussein. "Er beging einen Genozid an seinem eigenen Volk mit chemischen Waffen", erklärte der Vorsitzende des Repräsentantenhauses.

Und Jake Sullivan, ein Berater von der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, meinte: "Trumps ungenierte Komplimente für brutale Diktatoren ... zeigen wieder einmal, wie gefährlich er als Oberbefehlshaber (des Militärs) wäre und wie unwürdig er des Amtes ist, das er bekleiden will."

dpa/RND/wer

Deutschland / Welt Britische Untersuchungskommission - Blair zog voreilig in den Irak-Krieg

Sieben Jahre lang untersuchte eine Kommission die britische Rolle im Irak-Krieg. In ihrem Abschlussbericht kritisiert sie den damaligen Premierminister Tony Blair: Seine Regierung habe sich zu schnell für den Krieg entschieden und keine Pläne für die Zeit danach gehabt.

06.07.2016

Der umstrittene AfD-Abgeordnete Wolfgang Gedeon hat seinen Rückzug aus der Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg angekündigt. Im Streit um die Antisemitismus-Vorwürfe gibt der Hauptakteur nun klein bei.

05.07.2016

EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn beklagt eine eklatante Führungsschwäche in den Mitgliedsländern der Europäischen Union. Der EU-politiker sieht insbesondere das Brexit-Votum als ein Symptom dieser Entwicklung. 

05.07.2016
Anzeige