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Angriff auf Flüchtlinge: Passanten feuern Täter an

Asylbewerber versuchten zu fliehen Angriff auf Flüchtlinge: Passanten feuern Täter an

In Frankfurt an der Oder sind vier Asylbewerber von mehreren Tätern angegriffen worden. Anstatt einzugreifen, hätten Passanten die Schläger angefeuert und ausländerfeindliche Parolen skandiert, berichtete die Polizei.

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Die Polizei ermittelt gegen drei Täter, die in Frankfurt (Oder) vier Asylbewerber angegriffen haben sollen – und dabei von Passanten angefeuert wurden (Symbolbild).

Quelle: dpa

Frankfurt an der Oder. Bei einem Angriff auf mehrere Asylbewerber in Frankfurt (Oder) sollen Passanten die Täter angefeuert und ebenfalls ausländerfeindlich beleidigt haben. Das teilte die Polizei am Dienstag mit. Demnach wurden vier Flüchtlinge an einer Straßenbahnhaltestelle rassistisch beleidigt, beim Fluchtversuch verfolgt und dann an einem Einkaufsmarkt erneut angegriffen. Zwei der Asylbewerber wurden dort mit Schlägen attackiert.

Wie die Polizei berichtete, sind die Asylbewerber zwischen 17 und 35 Jahre alt und stammen aus Syrien, Somalia sowie Ägypten. Am Montagabend hätten sie an einer Tramhaltestelle gewartet, als mehrere Männer sie anpöbelten. Dem 17-jährigen Flüchtling sei sofort mit der Faust ins Gesicht geschlagen worden.

3,7 Promille bei einem Täter gemessen

Wie die Polizei weiter mitteilte, versuchten, die Asylbewerber zu flüchten, wurden aber von drei Angreifern verfolgt. An einem Einkaufsmarkt stellten die Verfolger zwei der Migranten und schlugen sie. Dabei hätten einige Passanten sie angefeuert und ausländerfeindliche Parolen skandiert.

Andere Zeugen wählten den Notruf. Mit ihrer Hilfe konnten die mutmaßlichen Täter schnell gefasst werden. Einer der Männer kam in Gewahrsam. Ein Atemalkoholtest ergab bei ihm 3,7 Promille. "Die Geschädigten erlitten keine sichtbaren Verletzungen, eine ärztliche Behandlung war nicht notwendig", sagte ein Polizeisprecher.

Staatsschutz übernimmt Ermittlungen

Die Kriminalpolizei ermittelt unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Auch die Passanten, die die Tat befeuerten, sind im Visier der Ermittlungen. Nähere Angaben zu den Tätern machte die Polizei nicht. Der Staatsschutz hat inzwischen die Ermittlungen übernommen, wie das Polizeipräsidium am Dienstagabend berichtete.

"Wir verurteilen den Übergriff. Verbale und physische Attacken auf Menschen, egal welcher Herkunft, sind völlig inakzeptabel und werden von der Bürgerschaft klar abgelehnt", sagte Oberbürgermeister Martin Wilke (parteilos) der Deutschen Presse-Agentur. Er erwarte, dass die Täter für ihr Handeln zur Rechenschaft gezogen werden.

dpa/RND

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