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Anschlag auf geplante Flüchtlingsunterkunft

Protest in Dresden-Pohlis Anschlag auf geplante Flüchtlingsunterkunft

In Dresden ist ein Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft verübt worden. Unbekannte warfen in der Nacht zum Mittwoch vier Molotowcocktails auf ein leerstehendes Gebäude auf dem Gelände einer Grundschule im Stadtteil Prohlis.

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Quelle: dpa

Dresden-Prohlis. Das teilte das für extremistische Straftaten zuständige Operative Abwehrzentrum (OAZ) mit. Die Stadt Dresden will Asylbewerber in dem Gebäude unterbringen. Den Tätern sei es nicht gelungen, das Gebäude in Brand zu setzen. Es sei Sachschaden entstanden. Das OAZ geht von einem "rechtspolitisch motivierten Hintergrund" aus.

Wie der MDR berichtete, schwelt der Streit um die geplante Asylunterkunft seit einigen Tagen. Nachdem die Stadt Dresden am vergangenen Freitag mitgeteilt hatte, in dem leerstehenden Teil des Schulkomplexes Asylbewerber unterbringen zu wollen, legten die Eltern Protest ein. Laut MDR wehren sie sich dagegen, dass ihre Kinder die Turnhalle und damit die sanitären Anlagen gemeinsam mit den Asylbewerbern nutzen. Außerdem befürchten sie, dass die Kinder mögliche Konflikte zwischen den Asylbewerbern miterleben. Andererseits sorgen sich die Eltern um die Sicherheit der Kinder, wenn sich vor der Schule Gegner der Unterkunft zu Protesten zusammenschließen. Eine solche Situation soll es schon am Montag gegeben haben.

Aus Protest gegen das Vorgehen der Stadt schlossen sich zahlreiche Eltern am Dienstag zu einer Bürgerinitiative zusammen, berichtet der MDR weiter. Diese rief alle Eltern auf, ihre Kinder am Mittwoch nicht in die Schule zu schicken. 220 der 245 Kinder erschienen daraufhin nicht zum Unterricht. Ein Sprecher der Initiative sagte dem MDR, der Aufruf gelte für die nächsten Tage. Die Eltern forderten die Stadt Dresden auf, von ihren Plänen abzurücken.

dpa, so

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