Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt Snowden darf bis 2017 in Russland bleiben
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Snowden darf bis 2017 in Russland bleiben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:36 07.08.2014
Darf weiter in Russland bleiben: Edward Snowden. Quelle: dpa
Anzeige
Moskau

Russland hat dem früheren US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden eine Aufenthaltsgenehmigung für drei Jahre erteilt. Das sagte Snowdens Anwalt Anatoli Kutscherena am Donnerstag in Moskau. Snowden könne sich in Russland frei bewegen. Zudem dürfe der 31-Jährige ins Ausland reisen - aber nicht länger als für drei Monate. "Er hat Arbeit und führt ein bescheidenes Leben", betonte Kutschera. Snowden lebe von seinem Gehalt und den Privatspenden, die auf seinem Konto eingingen. Der IT-Experte lerne aktiv die russische Sprache. "Es war meine Idee, die Aufenthaltsgenehmigung zu beantragen, denn das zeitweilige Asyl hätte eine alljährliche Verlängerung nötig gemacht", sagte Kutschera. Die Genehmigung könne erneut um drei Jahre verlängert werden. Der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter könne nach fünf Jahren Aufenthalt die russische Staatsbürgerschaft beantragen. "Ich gehe davon aus, dass noch mehr Snowdens kommen - weil vielen Menschen die weltweite Spionage der USA missfällt", sagte Kutschera.

Snowden hatte die Überwachungspraktiken des US-Geheimdienstes NSA enthüllt und lebt seit Juni 2013 an einem geheimen Ort in Moskau. Die USA fordern seine Auslieferung wegen Geheimnisverrats. Russland lehnt eine Abschiebung ab. US-Präsident Barack Obama hatte 2013 im Streit um Snowden ein Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin abgesagt.

dpa/frs

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die EU-Staaten und die USA dürfen ab sofort kein Fleisch und keine Milchprodukte mehr nach Russland liefern. Von dem am Vortag angekündigten einjährigen Einfuhrverbot sind auch Obst und Gemüse betroffen.

07.08.2014

Wer gibt, wer nimmt, wer hat überhaupt noch Überblick? Bund und Länder müssen ihre Finanzbeziehungen neu regeln. Aber der leidige „Soli“ hat noch lange nicht ausgedient.

Klaus Wallbaum 09.08.2014

Krankenkassen, Ärzte und die SPD fordern eine Änderung des Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetzes. Sie reagieren damit auf die Preispolitik des US-Pharmakonzerns Gilead, der für seine neue Hepatitis-C-Tablette Sovaldi 20.000 Euro je Packung verlangt.

Jens Heitmann 09.08.2014
Anzeige