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Deutschland / Welt „Ein Ausdruck gegenseitiger Sympathien“
Nachrichten Politik Deutschland / Welt „Ein Ausdruck gegenseitiger Sympathien“
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07:43 04.09.2017
Merkel und Schulz beim TV-Duell: „Das war großkoalitionär“. Quelle: MG RTL D
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Berlin

Der Politikwissenschaftler der FU Berlin, Hajo Funke, über das TV-Duell:

Wer hat das Duell gewonnen?

Ich finde, das war sehr gleichwertig. Das war großkoalitionär, sie haben gegenseitig viel kooperiert. Insgesamt waren die Differenzen weniger sichtbar, als ich geglaubt hätte. Beim Thema soziale Gerechtigkeit war Schulz prägnanter. Bei der Frage der Lösung der Fluchtursachen waren beide unklar, das war heiße Luft.

Ist das Duell ein Wendepunkt für Schulz?

Das glaube ich nicht. Aber Schulz wird nicht absinken, eher leicht gekräftigt hervorgehen.

Sie sagten schon, es habe wenig Unterschiede gegeben. Wovon zeugt das?

Das zeugt vom hohen, fast geschäftsmäßigen Niveau der Professionalität beider. Die Probleme der Welt sind komplex. Das gilt für Flüchtlinge, Migration, für Krieg und Frieden. Sie sind beide pragmatische Politiker. Das ist vielleicht der größte Gewinn.

Was genau?

In Deutschland haben beide Kandidaten der großen Parteien kein Blinken in Richtung Nationalismus. Das ist solitär in Europa und der Welt. Die große Mehrheit der Deutschen will nichts mit dem rassistischen Geschrei eines säuselnden Gaulands zu tun haben.

Was ist für Sie das Fazit?

Es war ein Ausdruck gegenseitiger Sympathien. Sie waren nicht verbissen, nicht feindlich.

Von Valerie Höhne

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