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Ein Toter nach Messerangriff an S-Bahnhof

"Allahu-Akbar"-Rufe Ein Toter nach Messerangriff an S-Bahnhof

Ein junger Mann hat an einem S-Bahnhof bei München ein Messer gezückt und wahllos mehrere Passanten angegriffen. Ein Mann stirbt, drei weitere werden verletzt. Der Täter soll nach ersten Ermittlungen psychische Probleme haben. Weil der Angreifer "Allahu-Akbar" gerufen haben soll, ermittelt das LKA.

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 Bei einer möglicherweise politisch motivierten Messerattacke am Bahnhof im oberbayerischen Grafing ist ein Mann getötet worden.

Quelle: dpa/Symbolfoto

München. An einem S-Bahnhof bei München hat es einen mutmaßlich islamistisch motivierten Messerangriff gegeben. Der Angreifer habe am frühen Dienstagmorgen am S-Bahnhof Grafing wahllos um sich gestochen und dabei vier Menschen verletzt, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft München II, Ken Heidenreich.

Ein 50 Jahre alter Mann starb demnach kurze Zeit nach dem Angriff an den Folgen seiner schweren Verletzungen im Krankenhaus. Die Erste Bürgermeisterin von Grafing reagierte geschockt. "Das ist absolut unfassbar", sagte Angelika Obermayr.

Äußerungen "wohl mit islamistischem Hintergrund"

Nach ersten Ermittlungen hat der Mann offenbar psychische Probleme und auch Drogenprobleme. Das teilte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München mit.

Hinweise auf einen islamistischen Hintergrund haben die Ermittler nach Angaben Herrmanns bisher nicht. Es werde aber geprüft, ob ein politischer Hintergrund vorliege.

 Bei einer möglicherweise politisch motivierten Messerattacke am Bahnhof in Grafing nahe München ist ein Mann getötet worden.

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Vor seiner Tat soll der Angreifer mehrere Ausrufe gemacht haben. "Der Täter hat Äußerungen am Tatort getätigt, die auf eine politische Motivation schließen lassen", sagte Heidenreich. Diese Äußerungen seien "wohl mit islamistischem Hintergrund". Um welche Äußerungen es sich genau handle, werde derzeit geprüft.

Der mutmaßliche Täter wurde nahe dem Tatort gefasst. Bei seiner Festnahme trug er nach Polizeiangaben keine Schuhe. Dem Sprecher der Staatsanwaltschaft zufolge handelt es sich um einen 27 Jahre alten Deutschen. Laut Medienberichten soll bislang polizeilich nicht in Erscheinung getreten sein.

Wie ein Sprecher des bayerischen Landeskriminalamts sagte, stammt der Angreifer aus Hessen. Er sei in Deutschland geboren worden und habe keinen Migrationshintergrund.

Alle Opfer sind Männer

Der Bayerische Rundfunk berichtete zuvor von Zeugenaussagen, laut denen der Mann bei dem Angriff "Allahu-Akbar", also "Gott ist am größten", gerufen haben. Diesen konkreten Ruf konnte ein Polizeisprecher nicht bestätigen.

Bei den Opfern des Angriffs handelt es sich laut Polizei um vier Männer. Die Verletzten sind 58, 55 und 43 Jahre alt. Neben dem getöteten Opfer erlitt ein weiterer Mann schwerste Verletzungen. Zwei weitere Opfer wurden leichter verletzt.

Die Erste Bürgermeisterin von Grafing, Angelika Obermayr, hat geschockt auf die Messerattacke mit einem Toten und drei Verletzten am Bahnhof ihrer Stadt reagiert. "Wir sind ein absolut friedliches oberbayerisches Kleinstädtchen im Münchner Umfeld", sagte sie am Dienstag dem Sender n-tv. "So was ist absolut neu und erschüttert hier die Menschen wirklich zutiefst, die so was halt nur aus dem Fernsehen kennen", sagte sie. "Aber dass das hier vor Ort passiert, das ist absolut unfassbar."

Der Fall weckt Erinnerungen an eine Messerattacke in Hannover Ende Februar 2016. Die 15-jährige Deutsch-Marokkanerin Safia S. hatte damals einen Bundespolizisten mit einem Gemüsemesser attackiert und lebensgefährlich verletzt.

Eine 15-Jährige hat im Hauptbahnhof einen Beamten der Bundespolizei mit einem Messer attackiert und schwer verletzt.

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Nach Erkenntnissen der Bundesanwaltschaft soll Safia S. einen direkten Auftrag vom IS zu einer "Märtyreroperation" bekommen haben.

afp/RND/zys

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