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Tornados können vorerst nicht in Syrien aufklären

Einsatz der Bundeswehr Tornados können vorerst nicht in Syrien aufklären

Die beiden "Tornado"-Jets der Bundeswehr, die vergangene Woche als deutscher Beitrag zum Kampf gegen den IS gestartet waren, können bislang keine Aufklärungsdienste leisten. Die Maschinen haben nicht die nötige Ausrüstung für elektronische Kameras.

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Zwei "Tornado"-Jets der Luftwaffe sind nach Syrien verlegt worden.

Quelle: dpa

Hannover . Das bestätigte ein Sprecher von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Nach Angaben des Sprechers befindet sich die nötige Technik für die Tornado-Maschinen noch in Spanien, sie soll in der letzten Woche des alten Jahres zur türkischen Luftwaffenbasis Incirlik gebracht werden.

Die beiden Tornado-Kampfjets des Taktischen Luftwaffengeschwaders 61 aus Jagel (Kreis Schleswig-Flensburg) sind derzeit in der türkischen Luftwaffenbasis, weil ihre „Logistik“ überprüft werde: „Wir prüfen, ob die Betankung der Maschinen klappt und ob die Infrastruktur dort ausreicht, um die Maschinen regelmäßig zu warten“, sagte von der Leyens Sprecher. Der Einsatz deutscher Tornado-Maschinen für Aufklärungszwecke solle dann in der zweiten Kalenderwoche des neuen Jahres beginnen. Auch dafür seien dann allerdings wieder andere als die beiden jetzt dort stationierten Maschinen nötig. Weil die Tornados schon älter seien und nur ein bestimmtes Maximum an Flugstunden ableisten könnten, müssten die Maschinen öfter getauscht werden.

Ab Januar sollen deutsche „Tornados“ von der Türkei aus Aufklärungsflüge unternehmen, um den Kampf gegen den IS in Syrien zu unterstützen. Zum deutschen Beitrag gehört auch die Fregatte „Augsburg“. Zur notwendigen militärischen Komponente müssten politische Verhandlungen, Entwicklungshilfe und Wiederaufbauhilfe kommen, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel vor wenigen Tagen.

Obwohl die Bundeswehr immer wieder beteuert hatte, die Aufklärungsarbeit der Bundeswehr werde erst im Januar 2016 beginnen, war mit der Entsendung der beiden Tornados ein anderer Eindruck entstanden. Die Aktion wirkte so, als sei die Bundeswehr bereits aktiv an der Seite Frankreichs im Kampf gegen die Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien. Eine offizielle Aussage in diese Richtung, die einer Irreführung gleichgekommen wäre, hat es allerdings nicht gegeben. Insofern ist die Aussage des Sprechers des Verteidigungsministeriums jetzt eine Klarstellung zu einem schon länger bekannten Sachverhalt.

Vor einigen Wochen sorgte ein Bericht für Aufsehen, wonach derzeit nur 29 der 66 verfügbaren Tornados der Bundeswehr einsatzbereit seien. Manche der Maschinen sind 30 Jahre alt, und dies hat Folgen für ihre technische Einsatzbereitschaft.

Von Jan Kuhlmann und Klaus Wallbaum

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