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Ende 2015 soll ein Weltklimavertrag stehen

UN-Gipfel Ende 2015 soll ein Weltklimavertrag stehen

Der Klimavertrag soll Staaten rund um den Globus auf die Reduzierung von Treibhausgasen verpflichtet. Die Verhandlungen sind zäh - seit Jahren Streit und Enttäuschungen. Mit einem Klimagipfel will UN-Generalsekretär Ban Ki Moon das ändern.

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In New York will UN-Generalsekretär Ban Ki Moon einen Weltklimavertrag für über 190 Staaten den Weg ebnen.

Quelle: dpa

New York. Ein Klimagipfel der Vereinten Nationen soll am Dienstag neuen Schwung in die internationalen Klimaverhandlungen bringen. In New York erwartet werden mehr als 100 Staats- und Regierungschefs, darunter US-Präsident Barack Obama. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird allerdings nicht dabei sein, sie schickt Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) und Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) nach New York. Die Veranstaltung auf Einladung von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon soll einem angestrebten Weltklimavertrag für über 190 Staaten den Weg ebnen. Er soll Ende 2015 bei der UN-Klimakonferenz in Paris verabschiedet werden und 2020 in Kraft treten. Ziel ist eine Begrenzung der Erderwärmung auf zwei Grad. Sie ist in erster Linie dem Ausstoß von Treibhausgasen geschuldet.
Bis zum Ende des 1. Quartals 2015 sollen alle Staaten ihre Treibhausgas-Minderungsziele für den Weltklimavertrag mitteilen. Mitmachen sollen auch die USA und China, die sich bisher gegen verbindliche Vorgaben sperren. Der führende Klimaforscher und Regierungsberater Hans-Joachim Schellnhuber dämpfte vor dem Gipfel die Erwartungen. "Mehr als positive Stimmungsimpulse für die Klimaverhandlungen werden in New York kaum gelingen", sagte der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK).

Er zeigte daher auch Verständnis für das Fehlen der Kanzlerin. Sie werde sicher teilnehmen, wenn es wirklich ans Eingemachte gehe, also in Paris 2015. Bei der Erderwärmung hätten die Domino-Effekte längst eingesetzt. "Aber wie viele Steine wie schnell fallen, hängt immer auch von unserem Handeln in den nächsten Jahrzehnten ab - wenn wir die Zwei-Grad-Linie halten, sind die Risiken wohl noch beherrschbar." Die Grünen kritisierten die Absage Merkels, die am Dienstag beim Tag der Industrie in Berlin auftritt, als "Blamage für die deutsche Politik". "Die Absage zeigt, wie wenig die Bundesregierung mit Klimaschutz und internationaler Solidarität am Hut hat. Sie betreibt Klientelpflege statt Klimaschutz", sagte Parteichefin Simone Peter der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Ministerin Hendricks sagte hingegen der "Frankfurter Rundschau", die Bundesregierung sei mit ihr und Müller "bestens vertreten". Merkel bleibe weiter "Klimakanzlerin".

dpa

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