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Bundesregierung weist türkischen Protest zurück

Erdogan-Satire Bundesregierung weist türkischen Protest zurück

Die Bundesregierung hat den türkischen Protest gegen eine Satire im deutschen Fernsehen nun offiziell zurückgewiesen. Staatssekretär Markus Ederer machte in einem Telefonat mit seinem türkischen Amtskollegen deutlich, dass die Presse- und Meinungsfreiheit "nicht verhandelbar" sei, wie eine Sprecherin des Auswärtigen Amts mitteilte.

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Berlin.  Der deutsche Botschafter in Ankara, Martin Erdmann, war zuvor innerhalb von einer Woche zwei Mal in das türkische Außenministerium einbestellt worden. Beim ersten Treffen verlangte die türkische Seite, dass eine Fernsehsatire des Norddeutschen Rundfunks über Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan nicht mehr verbreitet wird. Beim zweiten Treffen ging es um die Teilnahme Erdmanns an einem Prozess gegen regierungskritische Journalisten. Die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Wirtz erklärte, der Wert der Meinungsfreiheit sei auch von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bei verschiedenen Gelegenheiten unterstrichen worden, etwa in der Abschlusserklärung des EU-Gipfels Mitte März.

Journalisten der NDR-Satire-Sendung "extra3" hatten darin am 17. März kritisiert, dass Erdogan mit seiner Politik Meinungsfreiheit und Menschenrechte verletze. Das Auswärtige Amt wollte sich nicht zu der Reaktion aus der Türkei äußern.

In dem Video "Erdowie, Erdowo, Erdogan" heißt es beispielsweise: "Er lebt auf großem Fuß, der Boss vom Bosporus" oder "ein Journalist, der was verfasst, was Erdogan nicht passt, ist morgen schon im Knast". Der Text wird auf die Melodie von Nenas "Irgendwie, irgendwo, irgendwann" gesungen.

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