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AfD-Politiker soll Zigaretten geschmuggelt haben

Ermittlungen gegen Jan-Ulrich Weiß AfD-Politiker soll Zigaretten geschmuggelt haben

Mit einer antisemitischen Karikatur hat der Brandenburger AfD-Politiker Weiß in der eigenen Partei für viel Wirbel gesorgt. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen ihn wegen Zigarettenschmuggels.

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Jan-Ulrich Weiß wird des Zigarettenschmuggels verdächtigt. 

Quelle: dpa

Neuruppin. Wegen des Verdachts auf Zigarettenschmuggel im großen Stil ermittelt die Staatsanwaltschaft Neuruppin gegen den Brandenburger AfD-Politiker Jan-Ulrich Weiß. Oberstaatsanwalt Detlef Hommes bestätigte am Samstag einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus". Die Zigaretten seien ins westeuropäische Ausland geschmuggelt worden, sagte Hommes. Weitere Einzelheiten wollte er mit Blick auf die laufenden Ermittlungen nicht nennen. Weiß war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Nach dem "Focus"-Bericht soll der Kreisvorsitzende der AfD in der Uckermark im März 2013 einen illegalen Transport von drei Millionen Zigaretten nach England organisiert haben. Bei dem Ermittlungsverfahren gehe es um den Verdacht der Steuerhinterziehung in Höhe von einer halben Million Euro.

Weiß ist in der eigenen Partei umstritten. Brandenburgs AfD-Chef Alexander Gauland hatte im Herbst 2014 versucht, den 41-Jährigen aus der Partei auszuschließen, weil dieser im Internet eine antisemitische Karikatur veröffentlicht hatte. Damit war Gauland jedoch vor dem Bundesschiedsgericht gescheitert.

Auch im Landtag hatte Weiß für Wirbel gesorgt. Nach dem Einzug ins Parlament hatte Gauland den AfD-Politiker Stefan Hein aus der Fraktion ausgeschlossen, weil dieser Parteiinterna an den "Spiegel" weitergeben hatte. Hein wollte daraufhin zunächst auf sein Mandat verzichten, nahm dann aber doch als Fraktionsloser seinen Sitz im Parlament ein, um den Einzug des Nachrückers Weiß zu verhindern.

dpa

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