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Hamburg

Erneut Anschläge auf Wohnungen von Hamburger Senatoren


In Hamburg sind in der Nacht zum Mittwoch erneut Anschläge auf die Wohnungen von zwei Senatoren verübt worden. Menschen wurden dabei nicht verletzt, die Täter konnten unerkannt entkommen, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Der Staatsschutz übernahm die Ermittlungen.
© Tim Schaarschmidt (Archiv)

Nahe dem Fischmarkt schleuderten Unbekannte einen Farbbehälter gegen das Haus, in dem Innensenator Christoph Ahlhaus (CDU) wohnt. Ob es sich dabei um einen Farbbeutel oder eine Flasche handelte, stehe noch nicht fest, sagte der Polizeisprecher. In der Eingangstür des Mehrfamilienhauses sei eine Scheibe eingeworfen worden.

Außerdem wurde in der unmittelbaren Umgebung ein Auto angezündet. Beide Vorfälle stünden nach bisherigen Ermittlungen nicht in unmittelbarem Zusammenhang. Es handle sich nicht um einen Pkw aus der Familie des Senators.

Unbekannte bewarfen zudem das Wohnhaus von Wissenschaftssenatorin Herlind Gundelach (CDU) im Stadtteil Wilhelmsburg mit Steinen. Auch hier wurden Fenster beschädigt. Die Polizei stellte mögliche Wurfgeschosse sicher.

Seit Jahren werden in Hamburg immer wieder Anschläge auf Häuser und Hotels sowie Brandanschläge auf Fahrzeuge von Führungskräften in Wirtschaft, Politik und Medien verübt. So waren Mitte Juli am Wohnhaus des CDU-Politikers Karl-Heinz Warnholz Fensterscheiben mit Steinen eingeworfen worden. Warnholz’ Haus war bereits mehrfach Ziel von Anschlägen. Der CDU-Politiker ist Vorsitzender des Innenausschusses der Hamburgischen Bürgerschaft. 2007 hatten Unbekannte im Stadtteil Harvestehude das Auto von „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann in Brand gesetzt.

ddp

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