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Burkini-Verbot sorgt für erste Strafzettel

Umstrittener Erlass in Cannes Burkini-Verbot sorgt für erste Strafzettel

Erst wurde der umstrittene "Anti-Burkini"-Erlass vom Gericht bestätigt, nun setzen ihn die Sicherheitskräfte in Cannes offenbar auch konkret um: Drei Musliminnen mussten laut Medienberichten eine Strafgebühr am Strand bezahlen – weil sie zu bekleidet ins Wasser stiegen.

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Die französische Sicherheitskräfte schauen am Strand von Cannes jetzt ganz genau hin. Wer einen Burkini trägt - und erwischt wird - muss 38 Euro Strafe zahlen.

Quelle: dpa

Nizza. Nach dem Verbot von Ganzkörper-Schwimmanzügen für Musliminnen haben französische Sicherheitskräfte ihre Kontrollen am Strand von Cannes verstärkt. Drei Frauen im Alter von 29 bis 57 Jahren bekamen in den vergangenen Tagen Strafzettel, weil sie gegen den umstrittenen "Anti-Burkini"-Erlass von Bürgermeister David Lisnard verstießen, wie die Regionalzeitung "Nice Matin" am Dienstag berichtete. Das Bußgeld beträgt laut Verordnung 38 Euro.

Einspruch zurückgewiesen

Sechs weitere Frauen, die nach Ansicht der Ordnungshüter zu bekleidet ins Wasser stiegen, wurden kontrolliert. "Einige zogen es vor, den Strand zu verlassen, andere zogen sich einen Badeanzug an", zitierte das Blatt den Chef der städtischen Polizei, Yves Daros. Die neue Regelung werde von der Bevölkerung begrüßt, berichtete er.

Der konservative Lisnard hatte bereits Ende Juli angeordnet, dass Strandbekleidung die "guten Sitten" und die im französischen Recht verankerte Trennung von Kirche und Staat respektieren müsse.

Burkinis werden zwar nicht explizit genannt, doch Lisnard machte deutlich, dass die Schwimmanzüge mit integrierter Kopfbedeckung letztlich gemeint sind. Ein Gericht in Nizza wies am Wochenende einen Einspruch des Kollektivs gegen Islamfeindlichkeit in Frankreich (CCIF) gegen die kommunale Regelung zurück.

dpa

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