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Erste Flüchtlinge in die Türkei zurückgeschickt

Flüchtlingspakt der EU Erste Flüchtlinge in die Türkei zurückgeschickt

Die Umsetzung des EU-Türkei-Abkommens hat begonnen: Erstmals wurden am Montagmorgen Bootsflüchtlinge von Griechenland aus in die Türkei abgeschoben - begleitet von zahlreichen Polizisten.

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Flüchtlinge bei der Ankunft in der Türkei.

Quelle: dpa

Dikili. Zweieinhalb Wochen nach dem Flüchtlingspakt der EU mit der Regierung in Ankara sind die ersten Migranten von Griechenland aus in die Türkei zurückgeschickt worden. Ein erstes Schiff legte am Montag im Hafen des westtürkischen Küstenortes Dikili an, wie ein dpa-Reporter berichtete. Flüchtlinge mit jeweils ein bis zwei Taschen hätten das Boot in Richtung der Zelte verlassen, wo sie registriert werden sollten. Sie seien dabei von türkischen Beamten begleitet worden. Das zweite Schiff sei auf dem Weg in den Hafen. Die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu meldete, bei den meisten zurückgeschickten Flüchtlingen habe es sich um Pakistaner gehandelt.

Nach Angaben des griechischen Krisenstabes waren 136 Migranten an Bord der beiden Schiffe aus Lesbos. Auf dem Weg in den Hafen von Dikili wurden sie von der türkischen Küstenwache begleitet. Über dem Hafen kreiste ein Polizeihubschrauber. Ein drittes Schiff mit 66 Migranten an Bord startete von der griechischen Ägäisinsel Chios in Richtung des gegenüberliegenden türkischen Ortes Cesme. Am Hafen in Dikili entrollten einige Demonstranten ein Transparent mit der Aufschrift „Stoppt Abschiebungen“. Zu Zwischenfällen kam es zunächst nicht.

Im „Hotspot“ auf Lesbos begannen Flüchtlinge massenhaft Asylanträge zu stellen, um ihre Abschiebung hinauszuzögern. Von nun an gelte es, Asylanträge zu bearbeiten, bevor weitere Migranten in die Türkei zurückgeschickt werden könnten, sagte die Chefin der für Migration zuständigen Abteilung der griechischen Polizei, Zacharoula Tsirigoti. Aus Kreisen der europäischen Grenzschutzagentur Frontex auf Lesbos hieß es, wegen der Antragsflut sei es nun umso wichtiger, dass zügig Asylexperten aus anderen europäischen Ländern nach Griechenland entsandt würden.

Erste Flüchtlinge in Hannover gelandet

Unterdessen sind die ersten syrischen Flüchtlinge aus der Türkei, die aufgrund des Abkommens mit der EU in Deutschland aufgenommen werden, in Hannover angekommen. Es handele sich um rund ein Dutzend Menschen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Das Flugzeug aus Istanbul landete am Montag um neun Uhr auf dem Flughafen Langenhagen. Eine zweite Maschine mit syrischen Flüchtlingen wird für den Mittag erwartet. Die Flüchtlinge sollen ins Lager Friedland bei Göttingen weiterreisen, wo sie zunächst für etwa 14 Tage bleiben. Anschließend werden sie auf niedersächsische Kommunen weiterverteilt, wie das Innenministerium in Hannover mitteilte.

dpa/epd

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