Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt Erstmals "Grenzzaunverbrecher" in Ungarn verurteilt
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Erstmals "Grenzzaunverbrecher" in Ungarn verurteilt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:06 16.09.2015
Blick von der Bahnlinie bei der ungarischen Stadt Röszke über die geschlossene Grenze nach Serbien.  Quelle: dpa
Anzeige
Szeged

Der Iraker aus Bagdad gab in der 80-minütigen Verhandlung am Mittwoch an, nicht gewusst zu haben, dass das Übersteigen des Zauns ein Verbrechen sei, berichtete die Internet-Zeitung "index.hu".

Zwischenzeitlich sei er in Tränen ausgebrochen. Der Richter belehrte den Angeklagten, dass Unwissenheit nicht vor Strafe schütze. Das Urteil ist rechtskräftig, weil der Iraker auf Berufung verzichtete, ebenso auf die Aushändigung des Urteils in arabischer Sprache.

Das Überqueren oder Beschädigen des 175 Kilometer langen Grenzzauns ist in Ungarn seit Dienstag eine Straftat. Wer es versucht, kann zu drei bis fünf Jahren Gefängnis verurteilt oder des Landes verwiesen werden. Haftstrafen sind aber in keinem Fall im Land zu verbüßen, der Verurteilte wird in diesem Fall umgehend aus Ungarn abgeschoben.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Mehr zum Thema
Deutschland / Welt Nach Schließung der ungarischen Grenze - Kroatien lässt Flüchtlinge aus Serbien durch

Flüchtlinge auf dem Weg nach Westeuropa haben nach der Schließung der serbisch-ungarischen Grenze eine neue Route gefunden: Kroatien will sie passieren lassen. Bislang haben zwar erst 150 Flüchtlinge Kroatien erreicht – nach dem aktuellen Entschluss wird es aber voraussichtlich einen Flüchtlingsstrom geben.

16.09.2015

Nichts geht mehr: Die Grenze zwischen Ungarn und Serbien ist am Dienstag für Flüchtlinge komplett geschlossen worden. Der offizielle ungarische Hauptgrenzübergang wurde für Flüchtlinge gesperrt. Nun stehen 2000 Flüchtlinge auf serbischer Seite vor der unüberwindbaren Grenze. Einige sind in den Hungerstreik getreten.

15.09.2015
Deutschland / Welt Merkel zur Flüchtlingskrise - "Dann ist das nicht mein Land"

Bundeskanzlerin Merkel hat den Ländern mehr Hilfe bei der Unterbringung von Flüchtlingen versprochen. Vorher hatte sie trotzig auf die Kritik an ihren Entscheidungen reagiert: Muss sich Deutschland jetzt schon dafür entschuldigen, "dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen"?

15.09.2015
Deutschland / Welt CDU- Frationsvize Fuchs kritisiert Arbeitsministerin - „Nahles verletzt marktwirtschaftliche Regeln“

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) verletzt nach Ansicht des stellvertretenden Unionsfraktionsvorsitzenden im Bundestag, Michael Fuchs, bei ihrer Mindestlohn-Politik „wichtige Spielregeln der sozialen Marktwirtschaft“. Das sagte Fuchs im Gespräch mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

16.09.2015
Deutschland / Welt Nach Schließung der ungarischen Grenze - Kroatien lässt Flüchtlinge aus Serbien durch

Flüchtlinge auf dem Weg nach Westeuropa haben nach der Schließung der serbisch-ungarischen Grenze eine neue Route gefunden: Kroatien will sie passieren lassen. Bislang haben zwar erst 150 Flüchtlinge Kroatien erreicht – nach dem aktuellen Entschluss wird es aber voraussichtlich einen Flüchtlingsstrom geben.

16.09.2015
Deutschland / Welt Kabinett genehmigt Teilnahme an zweiter Phase - Deutschland weiter bei Mittelmeer-Einsatz dabei

Der Mittelmeer-Einsatz der Europäischen Union gegen Schlepper wird konkreter. Das Bundeskabinett billigte am Mittwoch in Berlin die deutsche Beteiligung an der zweiten Phase der Operation "Eunavfor Med".

16.09.2015
Anzeige